Die Neuapostolische Kirche Schweiz

1837 - 1899

1837
Mit Apostel Henry Drummond betritt erstmals ein Apostel der Endzeit Schweizer Boden. Einzelheiten über das Wirken dieses englischen Apostels der Katholisch-Apostolischen Kirche, aus der die Neuapostolischen Kirche später hervorgeht, sind nicht bekannt.

1863
Da sich die Apostel der Katholisch-Apostolischen Kirche weiteren Apostelrufungen verschliessen, kommt es am 27. Januar zur Trennung der Hamburger Gemeinde von der sogenannten "alten Ordnung". Diese Trennung ist gewissermassen die Geburtsstunde der Neuapostolischen Kirche.

30 Jahre wird es dauern, bis die neuapostolische Glaubenslehre auch in der Schweiz verkündet wird.  

1893
Richard Nordmann, der in Magdeburg (Mitteldeutschland) neuapostolisch geworden ist, wird arbeitslos. Auf der Suche nach einer neuen beruflichen Tätigkeit kommt er in die Schweiz und findet Arbeit in Zürich.

Bald schliesst er sich mit einigen jungen Männern zusammen, die seinem Glaubenszeugnis ihr Herz öffnen.

1894
Mit diesen jungen Männern, die bald seine Freunde werden, beginnt Richard Nordmann in Zürich eine Gemeinde aufzubauen. In Zürich-Aussersihl mietet er ein Zimmer. Einer seiner Helfer, der spätere Bezirksälteste Johannes Baumannn, reist sogar nach Wolfenbüttel (Niedersachsen, Deutschland), um durch Apostel Friedrich Krebs die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen.

1895
Die Versammlungsstätte in Zürich-Aussersihl wird zu klein. Die Gemeinde bezieht Räumlichkeiten an der Wolfbachstrasse 27.
Im Pfingstgottesdienst des Jahres 1895 wird der eigentliche Grundstein zur Neuapostolischen Kirche in der Schweiz gelegt. Apostel Friedrich Krebs kann in Zürich die erste Heilige Versiegelung vornehmen. Johannes Baumann empfängt in diesem Gottesdienst das Diakonenamt.
Bruder Richard Nordmann bittet seinen Freund, den Unterdiakon August Hölzel aus Wolfenbüttel (Deutschland), ihn beim Aufbau der Gemeinde zu unterstützen.
Weltweit zählt die Neuapostolische Kirche inzwischen um die 50'000 Mitglieder.

1896
Friedrich Krebs, geboren am 30. Juli 1832 und Apostel seit dem Jahre 1881, wird zum Haupt der Apostel ernannt, wenn auch die Bezeichnung "Stammapostel" erst später allgemein gebräuchlich wird.
Unterdiakon August Hölzel nimmt Wohnsitz in Zürich. Dort hält Stammapostel Friedrich Krebs am 3. Mai einen Gottesdienst und setzt ihn ins Priesteramt. Im selben Gottesdienst wird u. a. auch Gottlieb Rauser versiegelt. Dieser zieht im November nach Basel und gründet dort eine Gemeinde.
Später entstehen noch verschiedene Gemeinden in Südbaden und in Freiburg i. B. (Deutschland).
Ebenfalls am 3. Mai wird Ernst Güttinger versiegelt und empfängt im gleichen Jahr in Zürich das Unterdiakonenamt.
Diakon Johannes Baumann muss sich aus beruflichen Gründen vorübergehend in Lörrach bei Basel niederlassen, wird aber im selben Jahr von Stammapostel Friedrich Krebs gebeten nach St. Gallen zu ziehen, um dort eine Gemeinde zu gründen.

1897
Jakob Hauri, Jakob Amsler und Hans Brunner aus Zofingen besuchen die Gottesdienste in Zürich. In der Folge wird in Zofingen eine Gemeinde gegründet; die ersten 17 Seelen können schon bald versiegelt werden.
Auch in St. Gallen versiegelt Stammapostel Friedrich Krebs die ersten Gläubigen. Die junge Gemeinde zählt nun 6 Seelen.

1898
Jakob Hauri wird Priester und Vorsteher der Gemeinde Zofingen. Andreas Cajoos aus der Gemeinde Zürich zieht nach Winterthur, wo er Ernst Güttinger und den Schmied Rudolf Herter kennenlernt. Letzterer stellt für Zusammenkünfte einen Raum in Winterthur-Töss zur Verfügung.
Friedrich Bock, der ein Jahr zuvor von Stammapostel Friedrich Krebs nach Zürich gesandt worden war, empfängt hier das Gemeindeältestenamt. Diakon Johannes Baumann wird in St. Gallen Priester.

1899
Am 17. Dezember führt Stammapostel Friedrich Krebs in Winterthur die erste Heilige Versiegelung durch. Er setzt Andreas Cajoos als Unterdiakon und Rudolf Herter als Diakon ein.

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