Die Neuapostolische Kirche Schweiz

1960 - 1979

1960
Stammapostel Johann Gottfried Bischoff geht unerwartet am 6. Juli heim, nachdem er sein hohes Amt während 30 Jahren ausgeübt hat. In der Apostelversammlung vom 7. Juli wird Bezirksapostel Walter Schmidt zu seinem Nachfolger bestimmt. In der Kirche Frankfurt a. M.-West hält er am 10. Juli die Trauerfeier für Stammapostel J. G. Bischoff.
Damit beginnt eine schwere Prüfungszeit für die neuapostolischen Christen, war doch der Glaube an die Botschaft von der Wiederkunft Christi zu Lebzeiten von Stammapostel Bischoff in den Herzen der Gläubigen tief verankert. Dank der weisen Führung von Stammapostel Walter Schmidt kehren wieder Ruhe und Sicherheit ein.
Die Neuapostolische Kirche zählt weltweit rund 515'000 Mitglieder. Davon leben etwa 38'000 im Apostelbezirk Schweiz.

1962
Am 25. November besucht Walter Schmidt zum ersten Mal als Stammapostel die Geschwister in Zürich-Wiedikon.

1963
Festtag in Barcelona: Die Bezirksapostel Ernst Streckeisen und Aureliano Martón (Argentinien) kommen zu Besuch. Die spanischen Geschwister können mit Bezirksapostel Martón erstmals einen Apostel in ihrer Muttersprache hören. Er besucht sie in den folgenden Jahren noch weitere Male.

1965
Dem Bezirksapostel Ernst Streckeisen wird zusätzlich der Apostelbezirk Württemberg zur Pflege anvertraut.
Im Mai wird der Bezirksälteste Giovanni Plüss in Lugano in den Ruhestand gesetzt. Sein Nachfolger wird der Bezirksälteste Luigi Albert.
Bezirksapostel Michael Kraus (Kanada) hält im Oktober den ersten Gottesdienst in seinem Geburtsort Beia (Rumänien).

1967
Am 12. November hält Bezirksapostel Ernst Streckeisen erstmals einen Gottesdienst in Rom.

1968
Priester Castellanos, der bisher in Argentinien gedient hatte, wird geschäftlich für zwei Jahre nach Rom versetzt. Bereits eine Woche nach seinem Eintreffen dort wird er als Priester bestätigt und zum Vorsteher der Gemeinde in Rom gesetzt. Diese Gemeinde wurde bis jetzt von Lugano aus betreut. Unter dem Wirken des neuen Vorstehers wächst sie weiter, und es können in der Folge auch Amtsträger ordiniert werden.
Am 4. August besucht Bischof Ludwig Teucher erstmals Budapest.

1969
Bischof Erwin Wagner aus Kanada bemüht sich bei der Regierung um die Anerkennung der Neuapostolischen Kirche in Rumänien.

1970
Der Apostelbezirk Schweiz zählt 42'077 Mitglieder in 320 Gemeinden und 8 Ländern. Es sind dies nebst der Schweiz Österreich, Italien, Spanien, Ungarn, die Tschechoslowakei, Jugoslawien und Polen.
Am 28. Oktober hält Priester Juan Reverter in Barcelona seinen letzten Gottesdienst. Nur wenige Tage später geht er unerwartet heim. Damit endet die 36 Jahre dauernde Tätigkeit dieses Pioniers in Spanien.
In Rumänien wird die Tätigkeit der Apostel verboten.

1971
In Septembri (Bulgarien) findet am 13. Juli die erste Heilige Versiegelung durch Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder (Hessen, Deutschland) statt. Später erschweren die politischen Verhältnisse eine Kontaktaufnahme mit den Geschwistern. Diese Situation ändert sich erst mit den Umwälzungen um das Jahr 1989.
Südlich von Rom wohnen vereinzelt Geschwister, die als Gastarbeiter in der Schweiz oder in Deutschland neuapostolisch wurden.  Sie werden jede zweite Woche mit einem Seelsorgebrief bedient. Es ist nun der Wunsch des Bezirksapostels Streckeisen, dass diese Seelen das Wort Gottes auch in Gottesdiensten aufnehmen können. So bittet er den Bezirksältesten Luigi Albert seine berufliche Tätigkeit aufzugeben und vollamtlich für die Neuapostolische Kirche zu arbeiten und die Missionstätigkeit weiter in den Süden auszubreiten.

1972
Apostel Max Gurtner erliegt am 12. November auf der Rückreise von St. Gallen nach Wien einem Herzschlag. Die Trauerfeier hält Stammapostel Walter Schmidt am 20. November in der Gemeinde Wien-Penzing.
Der Bezirksälteste Luigi Albert unternimmt die erste Missionsreise nach Sizilien. Am 27. August wird er ins Bischofsamt gesetzt.

1973
Die Tschechoslowakei wird dem Apostelbezirk Sachsen-Thüringen (DDR) zugeteilt.
In einem Gottesdienst des Stammapostels Walter Schmidt in Wien empfängt Franz Janda das Bischofsamt für Österreich.

1974
Am 6. Oktober kann Apostel Ernst Zimmermann erstmals in Sizilien einen Gottesdienst halten und vier Seelen versiegeln.

1975
Stammapostel Walter Schmidt tritt in den Ruhestand und bestimmt Bezirksapostel Ernst Streckeisen zu seinem Nachfolger. Zu diesem Zeitpunkt sind weltweit 44 Apostel tätig, die rund 940'000 neuapostolische Christen betreuen. Der Apostelbezirk Württemberg, den Bezirksapostel Streckeisen seit 1965 zusätzlich betreute, wird nun dem neu ordinierten Bezirksapostel Karl Kühnle anvertraut. Stammapostel Ernst Streckeisen hält seinen ersten Gottesdienst in diesem hohen Amt am 23. Februar in Stuttgart-Süd. Im gleichen Jahr besucht er erstmals die Geschwister in der DDR.
Ein Bezirksevangelist aus Genf erhält den Auftrag, seinen Wohnsitz nach Madrid zu verlegen, um dort mitzuhelfen, das Erlösungswerk Gottes aufzubauen.

1976
Am 1. Januar bestimmt Stammapostel Ernst Streckeisen den Bischof Hans Urwyler, geboren am 20. Februar 1925 in Bern, zum neuen Bezirksapostel des Apostelbezirks Schweiz.
Im gleichen Jahr besucht mit Ernst Streckeisen zum ersten Mal ein Stammapostel Australien, Neuseeland und Indonesien.
Am 21. November wird Apostel Rudolf Schneider II. aus gesundheitlichen Gründen in Kleinbasel in den Ruhestand gesetzt. In diesem Gottesdienst wird Bischof Ludwig Teucher, geboren am 21. Februar 1917, zum Apostel ordiniert.
Nachdem die Amtsträger des Apostelbezirks Kanada in Rumänien nicht mehr wirken können, werden die Geschwister durch einen Priester aus Wien betreut.

1977
Stammapostel Streckeisen hält in Kitchener (Kanada) eine internationale Apostelversammlung. Dabei werden u. a. auch die ersten, für alle Apostel auf Erden verbindlichen Statuten "Neuapostolische Kirche - Internationaler Apostelbund" genehmigt und in Kraft gesetzt.
Bezirksapostel Hans Urwyler weiht während einer Italienreise am 17. April die neue Kirche in Carrara ein.
Heinz Hauri empfängt am 29. Mai in Zürich aus der Hand des Stammapostels Ernst Streckeisen das Bischofsamt.

1978
Im Dezember 1977 wurden die letzten Ausgaben der in der Schweiz hergestellten Zeitschriften "Brot des Lebens" und "Christi Jugend" herausgegeben. Von 1978 bis 1988 werden nach fast vier Jahrzehnten wieder die in Frankfurt a. M. gedruckten Zeitschriften "Wächterstimme" und "Christi Jugend" auch in die Schweiz versandt.
Am 8. November erleidet Stammapostel Ernst Streckeisen während einer Reise in Kapstadt (Südafrika) einen schweren Schlaganfall und geht heim. Die Trauerfeier, gehalten von Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder, findet am 17. November in Zürich, im Beisein von 42 Aposteln aus aller Welt, statt. Das Stammapostelamt wird dem bisherigen Bezirksapostel Hans Urwyler übertragen. In einem Festgottesdienst in Zürich-Wiedikon wird er am 19. November in sein Amt eingeführt. Die Neuapostolische Kirche zählt mittlerweile weltweit 1,3 Mio. Mitglieder.
Am 17. September hält Apostel Ernst Zimmermann in der Gemeinde Mailand einen Gottesdienst und wird dort von 112 Seelen erwartet; 20 können die Heilige Versiegelung empfangen.
Das Missionsland Ungarn wird Apostel Ludwig Teucher aus der Schweiz zur Pflege anvertraut.

1979
Am 8. Juli weiht Stammapostel Hans Urwyler den Neubau der Kirche Zürich-Hottingen ein. In dem angegliederten Verwaltungsgebäude befindet sich auch sei.

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