Die Neuapostolische Kirche Schweiz

2000 - 2009

2000
Im April besucht Stammapostel Richard Fehr Spanien und hält einen Gottesdienst in Valencia.
Im Mai findet in Prag eine internationale Bezirksapostelversammlung statt. Höhepunkt ist der Gottesdienst, den Stammapostel Richard Fehr hält.
Im Juni reist Bezirksapostel Armin Studer nach Moldawien, wo er in 5 Gottesdiensten über 900 Gläubige bedient, davon 127 Gäste. 99 Seelen empfangen die Gabe des Heiligen Geistes, 18 Brüder werden in ein Amt gesetzt. Z. Zt. gibt es in Moldawien ca. 1'700 Mitglieder.
In Villach (Österreich) weiht Bezirksapostel Armin Studer eine neue Kirche. Anschliessend hält er in Ungarn drei Gottesdienste sowie einen Jugendgottesdienst.
Am 23. Dezember geht unerwartet Bischof i. R. Fernando Boniquet in Spanien heim.

2001
Durch einen Brief, der Ende Januar in allen neuapostolischen Gemeinden vorgelesen wird, informiert Stammapostel Richard Fehr über die Einführung eines Leitbildes. Unter dem Begriff "Dienen und Führen in der Neuapostolischen Kirche" sind damit für alle Amtsträger und Glaubensgeschwister, die Führungsaufgaben in den Gemeinden wahrnehmen, einheitliche und verbindliche Richtlinien geschaffen worden.
Im März überrascht Stammapostel Richard Fehr die Jugend Italiens und des Tessins, die sich zu einem Jugendtag in Mailand versammelt hat und eigentlich ihren Bezirksapostel erwartete. Die Freude ist riesengross!
Im April dient Stammapostel Richard Fehr in Villach (Kärnten). In diesem Gottesdienst schenkt er dem Bezirksapostelbereich drei neue Amtsgaben: Apostel Orando Mutti (für Italien und das Tessin), Apostel Erhard Suter (für Spanien), Bischof Semion Cazacu (für Moldawien).
Ebenfalls im Monat April beschäftigen sich die Apostel und Bischöfe in einem Seminar mit dem wichtigen Thema "Dienen und Führen". Die Inhalte dieses vom Stammapostel und den Bezirksaposteln weltweit initiierten Seminars werden danach allen Führungsverantwortlichen vermittelt.
Einer Mitteilung der internationalen Kirchenleitung zufolge, verschliesst sich die Neu-apostolische Kirche einer Beteiligung an ökumenischen Veranstaltungen, also Aktivitäten, die Kirchen und christliche Religionsgemeinschaften gemeinsam durchführen, nicht. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in wesentlichen Lehraussagen beteiligt sich unsere Kirche jedoch nicht an gemeinsamen Gottesdiensten, Sakraments- und Segenshandlungen.
Zum Entschlafenengottesdienst im Juli reist Bezirksapostel Armin Studer nach Moldawien. Mehr als 1'000 Seelen erleben einen erhebenden Gottesdienst in der moldawi-schen Hauptstadt Chisinau. Die Tonaufnahme des Gottesdienstes wird einige Tage später von einem Radiosender in ganz Moldawien ausgestrahlt.
Im weiteren Verlauf der Reise werden im Rahmen von humanitären Hilfsprojekten der Schweizer Jugend zwei Rettungswagen an Institutionen und technische Geräte an die medizinische Fakultät der Universität Chisinau übergeben.  
Mitte August gibt Stammapostel Richard Fehr eine Neuregelung zum Unterdiakonenamt bekannt. Da in den weltweit 23 Gebietskirchen der NAK die historische Entwicklung je nach Land einen unterschiedlichen Verlauf genommen hat, sind auch die beiden Amtsstufen Unterdiakon bzw. Diakon unterschiedlich stark vertreten. Obgleich es zwei verschiedene Amtsstufen sind, haben sich ihre Aufgabenstellungen im Lauf der Zeit immer mehr angeglichen. Gemäss Beschluss des Stammapostels und der Bezirksapostel werden ab dem 1. Januar 2002 keine Unterdiakone mehr ordiniert. Das Amt ist damit nicht aufgehoben, es wird aber in Zukunft nicht mehr neu besetzt.
Anfang September erlebt die Jugend der Schweiz wieder einen herausragenden Jugendtag mit Stammapostel Richard Fehr. Unter den insgesamt 3'180 Teilnehmern befinden sich ca. 230 Gäste.

2002
Im April findet erstmals ein Jugendtag in Rumänien statt, und zwar in Brasov. 815 jugendliche Teilnehmer, davon 86 Gäste, werden gezählt.
Am 22. August hält Bezirksapostel Armin Studer in Bern-Ostermundigen einen Senioren-Gottesdienst für die Bezirke Bern-Ost, Bern-West, Thun und Biel. 906 Glau-bensgeschwister nehmen daran teil. Solche Gottesdienste, in denen besonders auf die Bedürfnisse und Anliegen aus dem Kreis der älteren Geschwister eingegangen wird, finden in allen Bezirken statt.
An der Überlandstrasse in Zürich hat die Neuapostolische Kirche International (NAKI) ein neues Verwaltungsgebäude errichten lassen. Dort befindet sich der Sitz des Stammapostels, die internationale Kirchenverwaltung sowie ein Konferenzzentrum. Im November findet hier die erste internationale Bezirksapostelversammlung nach der Einweihung des Gebäudekomplexes statt.

2003
Im Februar beschäftigen sich die Apostel und Bischöfe mit den Inhalten eines weiteren Seminars, nämlich "Gehaltvolle Predigt". Damit will die internationale Kirchenleitung den Amtsträgern weltweit eine Hilfestellung für das Durchführen von Gottesdienst mit Substanz anbieten.
Stammapostel Richard Fehr nutzt den Pfingstgottesdienst, der aus Dortmund in viele Tausend neuapostolische Gemeinden in Europa, Südafrika und Südamerika via Satellit übertragen wird, um die Glaubensgeschwister über die erweiterte offizielle Lehrauffassung zur Ersten Auferstehung zu unterrichten. Zusammengefasst sagt der Stammapostel: "An der ersten Auferstehung haben die Braut und zusätzlich auch die Märtyrer teil. Gemeinsam machen sie die Schar der Priester Gottes und Christi aus, die mit Christus im tausendjährigen Friedensreich regieren. Allen gilt: "Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung." Die Auferstehung der beiden Gruppen geschieht jedoch nicht gleichzeitig. In der Zeit zwischen der Heimholung der Braut und der Auferstehung der Märtyrer findet im Himmel die Hochzeit des Lammes und parallel dazu auf Erden die grosse Trübsal statt. Das Kommen Christi zur Heimholung der Braut ist und bleibt unser Glaubensziel."
Am 17. August dient Stammapostel Richard Fehr in Chisinau (Moldawien) rund 1'730 Seelen. In diesem Gottesdienst empfängt der seitherige Bischof Semion Cazacu, gebo-ren am 4. Dezember 1952, das Apostelamt.
Ende August besucht Bezirksapostel Armin Studer die Gläubigen in der Tschechischen Republik. Grund seines Besuches ist das 100-jährige Bestehen der Neuapostolischen Kirche in diesem Land.
Apostel Erhard Suter aus Spanien besucht im September Kuba. In 16 Gottesdiensten versiegelt er 110 Seelen und ordiniert 4 Priester und 9 Diakone.

2004
Den Entschlafenengottesdienst am 5. Juli hält Stammapostel Richard Fehr in Málaga, Spanien. 922 Seelen nehmen an diesem denkwürdigen Gottesdienst teil.
Anlässlich des 65. Geburtstags von Stammapostel Richard Fehr findet am 18. Juli ein besonderer Festgottesdienst in Zürich-Wiedikon statt, an dem alle Bezirksapostel der Erde teilnehmen.

2005
Seit Ostern singen die deutschsprachigen neuapostolischen Christen aus einem neuen Gesangbuch. Übersetzungen in andere Sprachen werden sukzessive folgen.
Im Pfingstgottesdienst am 15. Mai in Fellbach bei Stuttgart tritt Stammapostel Richard Fehr nach 44-jähriger Amtstätigkeit, davon 17 Jahre als Stammapostel, feierlich in den Ruhestand. Bezirksapostel Wilhelm Leber aus Hamburg empfängt zuvor das Stammapostelamt. Bis auf 7 Apostel nehmen alle weltweit tätigen Apostel an diesem Gottesdienst teil, der mit Bild und Ton in alle Kontinente zu ca. 2'230'000 Geschwistern übertragen wird.
Am 31. Oktober dient Stammapostel Wilhelm Leber in Schaffhausen, begleitet von allen Bezirksaposteln und Bezirksapostel-Helfern der Erde.

2006
Mit Wirkung vom 24. Januar ändert die Neuapostolische Kirche ihr Verständnis von Taufe und Versiegelung. Ein eigens dafür angesetzter Informationsabend in Uster wird via Satellit weltweit in alle neuapostolischen Gemeinden übertragen. Neu am Taufver-ständnis ist die Anerkennung der in anderen christlichen Kirchen vollzogenen Tauf-handlung. Weil die Taufe eines Menschen künftig als Gnadenmitteilung Gottes und Näheverhältnis zu ihm aufgefasst wird, werden alle getauften Menschen als Christen verstanden. Voraussetzung für die Anerkennung ist die formgerechte Spendung, d. h., die Taufe muss rite vollzogen worden sein: Im Namen des dreieinigen Gottes und mit Wasser. Bestehen bleibt die neuapostolische Lehre von der Wiedergeburt als Kom-bination von Taufe und Versiegelung.
Am 19. März dient Stammapostel Wilhelm Leber in Ostermundigen bei Bern und setzt in diesem Gottesdienst Bischof Johann Trimmal aus Österreich in den Ruhestand.
Im Festgottesdienst, den Stammapostel Wilhelm Leber am 22. Oktober in Zürich-Seebach hält, treten Apostel Rudolf Schneider III. und Bischof Hanspeter Nydegger feierlich in den Ruhestand. Anschliessend empfängt der bisherige Bischof Heinz Lang, geboren am 13. Februar 1949, das Apostelamt; Bezirksältester Philipp Burren und Bezirksevangelist Markus Fehlbaum werden zu Bischöfen ordiniert.

2007
Die Frühjahrstagung der internationalen Bezirksapostelversammlung von Ende März beschliesst eine Änderung in der Betreuung kranker Gemeindemitglieder. Danach können künftig auch im Ruhestand lebende priesterliche Amtsträger der Kirche die Krankenbetreuung unterstützen, und zwar dort, wo Bedarf dafür besteht, nach Massgabe des zuständigen Bezirksapostels.
Am 24. Juni dient Stammapostel Wilhelm Leber in Neuchâtel. In diesem Gottesdienst versetzt er Bischof Jean-François Perret in den Ruhestand und ordiniert Bischof Jean-Jacques Hildbrand zu dessen Nachfolger.
Im Festgottesdienst, den Stammapostel Wilhelm Leber am 25. November in Baden-Wettingen hält, empfängt der am 19. September 1951 in Biel geborene Bischof Markus Fehlbaum das Apostelamt; Bezirksältester Paul Imhof und Bezirksevangelist Jürg Zbinden werden zu Bischöfen gesetzt. Bischof Hans-Jörg Sigrist wird feierlich in den Ruhestand verabschiedet.
Am 4. Dezember findet in Zürich ein Informationsabend der Neuapostolischen Kirche statt. Er befasst sich mit kleineren und grösseren kircheninternen Themen. Aus dem Kommunikationszentrum des internationalen Kirchensitzes in Zürich wird die Sendung via Satellit auf rund 1'400 Gemeinden in 18 Länder in Europa ausgestrahlt. Stammapostel Wilhelm Leber, unterstützt von Bezirksapostel Hagen Wend (Frankfurt) und Apostel Walter Drave (Hamburg) nimmt zu folgenden Themen Stellung: Selbstbild der Neuapostolischen Kirche, die Geschichte der NAK, Vision und Mission unserer Kirche, das neue Gesangbuch, der für 2009 vorgesehene Europäische Jugendtag, der Katechismus.

2008
Am 6. April kehrt Stammapostel Wilhelm Leber mit allen Bezirksaposteln und Bezirks-apostelhelfern in Zürich-Hottingen ein. In diesem Festgottesdienst, der im gesamten Bezirksapostelbereich Schweiz via Satellit übertragen wird, tritt Bezirksapostel Armin Studer in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wird Apostel Markus Fehlbaum ins Bezirksapostelamt eingesetzt.
Per Gemeindebrief unterrichtet Stammapostel Wilhelm Leber die Gemeindemitglieder im deutschsprachigen Raum über eine wichtige Änderung: Ab Pfingsten, 11. Mai 2008, wird der Text für das "Unser Vater" nach den Worten der Lutherübersetzung von 1984 gesprochen.
In der letzten Herbstversammlung der europäischen Bezirksapostel beschliessen sie mit dem Stammapostel, dass künftig im Ruhestand lebende priesterliche Amtsträger bei Bedarf auch Trauerfeiern bzw. Trauergottesdienste durchführen können.
Am 21. Dezember besucht Stammapostel Wilhelm Leber die Gemeinde in Genf. In diesem Gottesdienst, der via Satellit in alle Länder des Arbeitsbereichs von Bezirksapostel Markus Fehlbaum übertragen wird, versetzt er den Apostel Bernhard Meier in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger ordiniert der Stammapostel den am 23. November 1955 geborenen Bischof Philipp Burren. Für Österreich empfängt in diesem Gottesdienst der seitherige Bezirksevangelist Jürgen Müller das Bischofsamt.

2009
Im Mai findet vom Auffahrtstag bis zum Sonntag der erste Europäische Jugendtag (EJT) statt. Die Teilnehmer erwartet in Düsseldorf ein abwechslungsreiches Programm. Höhepunkt ist der Gottesdienst des Stammapostels am Sonntagmorgen. Von den rund 40'000 Jugendlichen aus ganz Europa kommen über 2'800 Teilnehmer aus dem Be-zirksapostelbereich Schweiz.
Am 11. Oktober besucht Stammapostel Wilhelm Leber die Glaubensgeschwister in Wien-Penzing; in diesem Gottesdienst empfangen der Bezirksälteste André Kreis und der Bezirksevangelist Rudolf Fässler das Bischofsamt.

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