Sexualverhalten Sexualität (siehe auch Bisexualität | Ehebruch)


Grundsätzlich ist jeder Mensch im Rahmen seiner Eigenverantwortung mit seinem Gewissen gegenüber Gott, gegenüber seinem Nächsten und sich selbst für seine Gedanken, Worte und Werke verantwortlich. Jeder trägt deshalb auch die Verantwortung hinsichtlich des Umgangs mit seiner sexuellen Veranlagung (vgl. Römer 2, 11-16; Apostelgeschichte 24, 16).

 

Die wichtigsten kulturellen Werte wie Religion, Moral, Ehe und Familie, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelten, regeln das Zusammenleben der Menschen. Sie sind kulturell unterschiedlich ausgeprägt und unterliegen stets einem Wandel.

 

Seelische Geborgenheit und erfüllende Sexualität können am besten in der Ehe erlebt werden.

 

Zu verschiedenen Formen sexuellen Verhaltens nimmt die Neuapostolische Kirche wie folgt Stellung:

 

Vorehelichen Geschlechtsverkehr heisst die Neuapostolische Kirche nicht gut, insbesondere dann, wenn er mit häufig wechselnden Partnern, Unreifen oder zum Ausprobieren sexueller Übereinstimmung erfolgt. Besteht die feste Absicht, in absehbarer Zeit die Ehe einzugehen so wird vorehelicher Geschlechtsverkehr nicht als Sünde betrachtet.

 

Nicht-eheliche heterosexuelle Lebensgemeinschaft (Konkubinat / eheähnliches Zusammenleben ohne Trauschein) ist gesellschaftlich in wesentlichen Teilen der westlichen Welt akzeptiert. Die Neuapostolische Kirche bemüht sich, damit ausgewogen umzugehen. Das bedeutet, dass Funktions- und Amtsträger, die im Konkubinat leben, nicht grundsätzlich von der Ausübung ihres Amtes ausgeschlossen werden.

 

Unmissverständlich ist der Ehebruch in der Bibel als Sünde bezeichnet (2.Mose 20, 14.17; Matthäus 5, 27-28); vergleiche dazu auch Johannes 8, 3-11.

 

Praktizierte Homosexualität heißt die Neuapostolische Kirche aufgrund der biblischen Grundlagen und der christlichen Tradition nicht gut. Ob und in welchem Umfang ein Mensch, der in seiner homosexuellen Veranlagung absolut festgelegt ist, durch das Praktizieren seiner Homosexualität Schuld gegenüber Gott auf sich lädt, liegt allein im Ermessen Gottes. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die sexuelle Veranlagung für die seelsorgerische Betreuung der Glaubensgeschwister keine Bedeutung hat.

 

Selbstbefriedigung ist keine Sünde.