Die Neuapostolische Kirche Schweiz

Advent

Von der Sonne können wir etwas lernen: wenn sie kommt, leuchtet sie.

Für uns Christen ist die Zeit des Advents gekommen, eine Zeit des Lichtes, der Erwartung, der Besinnung – eine Zeit, in welcher Geschenke für die Liebsten zum Weihnachtsfest gekauft werden und in der die Menschen näher zusammenrücken. Könnte der zuerst genannte Satz für uns nicht zum Motto für die Advents- und Weihnachtszeit werden? Wäre dieser Satz es nicht wert, zur Grundlage für das persönliche Leben zu werden - unter dem Gedanken: „Überall, wohin ich gehe, will ich Licht bringen und leuchten.“ 

Da sitzen Menschen in Altersheimen, verbringen allein den Tag. Niemand ist da, der in ihren dunklen Alltag mit einem lieben Wort Licht bringt. Lernen wir von der Sonne …

In unserer Nachbarschaft kennen wir vielleicht Menschen, deren Leben beschwerlich ist. Oft hilft hier nicht Geld, sondern ein offenes Herz, um sich aussprechen zu können. Lernen wir von der Sonne …

Da gibt es auch Menschen, die ziel- und planlos durchs Leben eilen. Ob sie am Rand der Gesellschaft stehen und wir sie unter einer Brücke oder auf der Straße und im Park finden oder ob sie in der Mitte der Gesellschaft vereinsamt sind - sie sind Menschen wie du und ich, Menschen, die vielleicht nur ein Lächeln brauchen, um wieder Mut zu fassen: Lernen wir von der Sonne … 

Und schließlich wollen wir die eigene Familie nicht vergessen: die Frau / der Mann wartet und wartet und wartet – und es kommt nichts. Keine Entschuldigung, kein „Ich habe dich lieb!“, kein: „Danke!“ Da sind Kinder, die in den Arm genommen werden wollen. Sie alle leiden, weil sie nicht beachtet werden. Lernen wir von der Sonne… 

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen eine frohe und gesegnete Adventszeit.

Und – nicht vergessen: Sonne gibt es nicht nur im Advent, ihr Licht brauchen wir das ganze Jahr.