Erwählung


Erwählung im biblischen Sinne ist Gottes Handeln, aus allen Menschen einzelne oder eine bestimmte Gruppe zu einem von ihm festgelegten Zweck auszuwählen.

 

Gott erwählt aus seinem völlig unabhängigen, liebenden und gnädigen Entschluss. Liebe, Glaube, Gehorsam und Nachfolge sind die notwendigen Antworten des Menschen, um die Erwählung festzumachen.

 

Zwischen der vom menschlichen Verhalten unabhängigen Gnadenwahl Gottes (Stichwort „Prädestination“) und dem freien Willensentscheid des Menschen, Gott anzunehmen oder nicht, besteht ein Spannungsfeld, das sich rein logisch nicht aufheben lässt.

 

Bereits in der Schöpfungsgeschichte ist göttliche Erwählung erkennbar. Aus seinen Geschöpfen hat Gott den Menschen erwählt und als sein Ebenbild erschaffen. Durch die Sünde verliert der Mensch viel von seiner herausgehobenen Stellung; das Entscheidende: Er wird von Gott getrennt.

 

Gott will, dass diese Trennung aufgehoben wird. Dazu sandte er seinen Sohn Jesus Christus; er ist der Erwählte Gottes schlechthin.

 

Die göttliche Erwählung ist darauf gerichtet, letzten Endes die Menschen in die ewige, unmittelbare Gemeinschaft mit Gott zu führen. Um das zu bewirken, erwählt er sich Menschen zu seinem Volk, durch das er allen das Heil in Christo anbieten wird.