Die Neuapostolische Kirche Schweiz

News Gebietskirche Schweiz

"It's my church" - Tag der offenen Tür in Uster
21.01.2017 / Uster
Was am feierlichen Weihnachtsgottesdienst begann, fand am Tag der offenen Tür einen gebührenden Abschluss: die Einweihung der renovierten Neuapostolischen Kirche Uster. Am 21. Januar wurden die Gemeinde, die Bevölkerung und alle Interessierten zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Nachdem der Vorsteher der Gemeinder Uster, Hirte Stefan Herter, die Anwesenden begrüsst hatte, blendete er zurück in das Jahr 1906, als der Grundstein der Gemeinde an der Tannenzaunstrasse in Uster gelegt wurde. Die Gottesdienste fanden in bescheidenem Rahmen im oberen Stock eines Wohnhauses statt. Zu schmunzeln gab die Anekdote, dass den Gottesdienstbesuchern sonntags jeweils der Duft des Mittagessens um die Nase wehte, welches in den Wohnungen darunter zubereitet wurde.

1982 konnte Stammapostel Hans Urwyler an der Seestrasse eine neue Kirche für die Gemeinde Uster einweihen.

Dreimal hatte die Gemeinde Besuch eines Stammapostels. Einmal fand aus Uster eine europaweite Übertragung statt.

2006 wurde das 100-jährige Bestehen der Gemeinde Uster gefeiert. 2016 begann schliesslich die achtmonatige Umbauphase des in die Jahre gekommenen Gebäudes.

In einer eindrücklichen Präsentation erklärte Architekt Christoph Stauffer, was es für die Renovation zu berücksichtigen galt. Nebst dem äusseren Erscheinungsbild waren dies neue Gesetze, die Akustik, feuerpolizeiliche Bestimmungen, die Wasseraufbereitung und vieles mehr. Zudem mussten die Räumlichkeiten und die Infrastruktur für Schulungen und grössere Versammlungen angepasst werden. Auch ausserhalb der Kirchenmauern gab es Veränderungen. So wurde mit einem neuen Umgebungsplan die angrenzende Fläche der Kirche mit derjenigen ausserhalb des Grundstücks verwoben, mit dem Ergebnis, dass die Kirche in der Öffentlichkeit präsenter ist. Christoph Stauffer betonte, dass bei allen Umbauarbeiten der Fokus immer klar war:  «Die Hauptsache waren und sind die Gläubigen.»

Bischof Ruedi Fässler stellte sich im anschliessenden Interview einigen Fragen, gab dabei einen Einblick in seine abwechslungsreiche Tätigkeit und berichtete von berührenden Begegnungen mit Menschen während seiner Dienstreisen. Als Präsident der Baukommission - und als Ustermer - lag ihm die Renovation der Kirche ganz besonders am Herzen. Was er der Gemeinde nun für die Wiedereröffnung auf den Weg gebe, wurde er gefragt. Dazu erzählte er von einem Erlebnis während einer Reise in Afrika, als der Fahrer begeistert aus dem Fenster auf eine kleine Neuapostolische Kirche zeigte und stolz rief: «It’s my church!» Genau das wünsche er den Ustermerinnen und Ustermer – dass sie voller Stolz und Begeisterung sagen können: «Das ist meine Kirche!»

Ein schöner Ausklang dieses gelungenen Anlasses bildete die Übergabe eines Checks über CHF 10‘000.-- der Stiftung NAK Humanitas an die Bimaris AG, eine Ustermer Sozialfirma, die mithilft, Menschen in schwierigen Lebenslagen auf ihrem Schritt zurück in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Andreas Dürst, Geschäftsführer Bimaris, der den Check vom Bezirksältesten Roland Keller in Empfang nahm, sagte in seiner Dankesrede, dass man an den Augen erkenne, ob jemand für einen Neustart bereit sei. «Wenn die Augen leuchten, wenn da ein Feuer brennt, dann ist die Zeit gekommen.»

Nach dem offiziellen Teil, gab es in den Räumlichkeiten der Kirche Informationen zu verschiedenen Themen des neuapostolischen Glaubens. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Bei Wienerli und Brot, Käse- und anderen feinen Kuchen wurde geplaudert, gelacht und das Zusammensein genossen.

Der Tag der offenen Tür hat lebensecht gezeigt, wovon der Architekt sprach: Das Wichtigste an der neuen alten Kirche Uster sind die Menschen.