Die Neuapostolische Kirche Schweiz

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Die Herrlichkeit Gottes erkennen
28.07.2017 / Zürich/Schweiz
Apostel Erhard Suter diente über 16 Jahre als Apostel den Glaubensgeschwistern in Spanien. In Barcelona hielt Stammapostel Jean-Luc Schneider am Sonntag, 23. Juli 2017, einen Gottesdienst, der in den gesamten Bezirksapostelbereich Schweiz übertragen wurde. In diesem setzte er den Apostel in den Ruhestand und ordinierte Bischof Rolf Camenzind als Apostel und somit Nachfolger von Apostel Suter.

Glaubensgeschwister aus ganz Spanien reisten an, um den ersten Besuch von Stammapostel Schneider in Barcelona zu erleben. Erstmalig war ebenfalls die Übertragung in Bild und Ton aus Spanien in den gesamten Bezirksapostelbereich Schweiz. 560 Glaubensgeschwister erlebten den Gottesdienst im Kongresssaal des Hotels NH Hesperia Tower in Barcelona.

Bereits einige Monate zuvor wurde mit viel Freude mit den Vorbereitungen für den Besuch von Stammapostel Jean-Luc Schneider in Spanien begonnen. Dazu gehörten unter anderem die Proben des Musikensembles, des Chores, des Kinderchores wie auch die Einrichtung und Dekoration des Festsaales für den Gottesdienst.

Konzert
Dieser Besuch hatte einen besonderen Grund: Die Ruhesetzung von Apostel Erhard Suter. Ihm zu Ehren  fand am Samstagabend, 22. Juli 2017, in der Neuapostolischen Kirche in Barcelona ein Konzert statt. Das Quintett mit den Instrumenten Geige, Viola, Querflöte, Bombardon und Horn spielte geistige, klassische und folkloristische Interpretationen auf einem hohen musikalischen Niveau. Dazwischen würdigte Bezirksapostel Markus Fehlbaum das jahrzehntelange Wirken von Apostel Suter und las ein Schreiben vor, das aus dem Herzen der Apostel aus dem Bezirksapostelbereich Schweiz stammte. Die Stimmung war sehr feierlich und die Freude unter den Konzertbesuchern sehr gross.

Wahre Demut
„Heute ist ein besonderer Tag für unsere Glaubensgeschwister in Spanien, weil ihr Apostel in den Ruhestand geht und sie einen neuen Apostel bekommen“. Mit diesen Worten leitete der Stammapostel den Gottesdienst ein und sagte weiter. „Wir danken Gott für die Entwicklung seines Werkes in diesem Land und wir danken ihm, dass er immer für sein Volk hier in Spanien gesorgt hat“.

Als Grundlage für seine Predigt verwendete Stammapostel Schneider das Bibelwort aus 1. Petrus 5, Vers 6: „So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.“ Bezogen auf das Bibelwort führte er aus, dass wir demütig Gott gegenüber sind, weil Gott tatsächlich vollkommen ist und wir nicht. Zweifelsohne brauchen wir die Gnade und die Vergebung unserer Sünden. Aber es ist nicht der Wille Gottes, dass wir uns selbst verachten. Es ist nicht der Wille Gottes, dass wir uns gering schätzen. Er erinnerte daran, dass jeder für Gott so wichtig ist, dass Jesus Christus für ihn gestorben ist.

In Verbindung mit dem Jahresmotto sagte der Stammapostel: „Wir sollen seine Herrlichkeit erkennen und unsere Beziehung zu Gott dementsprechend anpassen. Das ist die wahre Demut vor Gott - seine Herrlichkeit erkennen und unsere Beziehung zu ihm dementsprechend gestalten“.  Er ging in seinem Dienen noch näher auf die Hand Gottes ein und nannte als Erstes die erhöhende Hand Gottes. Gott will in uns unvollkommenen Menschen ein neues Wesen schaffen, das Jesus gleich sein wird. Will man gleich werden wie der Sohn Gottes, muss man sich ändern und auf alles, was nicht dazu passt, verzichten. 

Weiter erwähnte der Stammapostel die zusammenführende Hand Gottes, die aus Menschen vieler Nationen ein Volk machen will. Wer diese zusammenführende Hand erkennt, demütigt sich und überwindet, was ihn vom Nächsten trennt, was dieser Einheit schaden könnte. Als Drittes wies er auf die segnende Hand Gottes hin und sagte mit Blick auf die heutige Zeit: „Wir haben es heute mit vielen Menschen zu tun, die einen ganz anderen Horizont haben. Sie haben mit der christlichen Kultur, mit der christlichen Denkweise keinen Kontakt. Das soll aber keine Ausrede sein, dass wir nicht von Jesus Christus zeugen sollen. Lasst uns die gewaltige Hand Gottes erkennen, wir wollen nur Werkzeuge sein in seiner Hand! Lasst uns den Mut haben, zu allen Menschen von unserem Glauben zu sprechen und zu bekennen: „Ja, wir sind Christen, wir glauben an Jesus Christus.“ Abschliessend sagte er. „Wir erkennen die segnende Hand Gottes: menschlich gesehen ist dies oder jenes unmöglich - mit dem Segen Gottes wird es möglich.“

Nach den Predigtbeiträgen von Apostel Suter, Apostel Korbien und Bezirksapostel Koberstein wies der Stammapostel im Hinblick auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl auf die Herrlichkeit Gottes, die gewaltige Hand Gottes, die an der Arbeit ist, hin.

Ruhesetzung und Ordination 
In diesem Gottesdienst wurde Apostel Erhard Suter durch Stammapostel Schneider in den Ruhestand gesetzt. Apostel Suter diente über 43 Jahre als Amtsträger, davon mehr als 16 Jahre als Apostel für das Land Spanien und viele Jahre für Kuba.

Als Nachfolger wurde Bischof Rolf Camenzind zum Apostel ordiniert. Er wird künftig die Glaubensgeschwister in Spanien, Italien, Kuba und dem Bezirk Ticino (Schweiz) betreuen.

Den Stammapostel begleiteten an diesem Wochenende die Bezirksapostel Markus Fehlbaum und Bernd Koberstein, die Apostel Jens Korbien und Wladimir Lasarew, die Apostel des Bezirksapostelbereichs Schweiz sowie Bischöfe aus Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz.