Die Neuapostolische Kirche Schweiz

News Gebietskirche Schweiz

Neue Kirche in Zürich-Affoltern eingeweiht
03.09.2017 / Zürich-Affoltern
Das neue Gotteshaus der neuapostolischen Gemeinde Zürich-Affoltern wurde am 3. September 2017 durch Bischof Rudolf Fässler in einem Festgottesdienst seiner Bestimmung übergeben.

Zwei Jahre nachdem die beiden Gemeinden Zürich-Affoltern und Zürich-Oerlikon zusammengeführt wurden und die Mitglieder die Gottesdienste in Oerlikon besucht haben, konnte die neue Kirche in Zürich-Affoltern bezogen werden. Bischof Fässler verwendete als Grundlage für den Einweihungsgottesdienst das Bibelwort aus Habakuk 2, Vers 20: «Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille alle Welt!»

Einführung

Bischof Fässler drückte seine Freude und tiefe Dankbarkeit aus, dass es den Planern, Architekten und Bauleitern gelungen ist, ein Gotteshaus zu bauen mit grandioser Ausstrahlung. «Hier ist Gottes Wort offenbar, Gott ist gegenwärtig», sagte er der Gemeinde. Gott werde durch seine Knechte wirken mit seinen Gaben, die notwendig sind, dass sich seine Mission erfüllen könne.

Anschliessend las der Gemeindevorsteher, Hirte Martin Gehrig, die Chroniken der beiden Gemeinden vor.

Weihegebet, Segensspendung und Predigt

Nach der Chronik sprach der Bischof das Weihegebet mit Segensspendung.

„Der Herr ist in seinem Tempel“ führte der Bischof aus und stellte eine Analogie her zur Situation, in der Jesu mit seinen Jüngern im Boot war und die Wellen hochgingen und er Ruhe schuf. Auch im neuen Gotteshaus sei Jesu mit seiner Vollmacht eingezogen. Der Bischof wies im Weiteren auf die Tempelweihe im alten Bund hin, als die Priester die Bundeslade ins Allerheiligste trugen und für das Volk erkennbar war, dass Gott in den Tempel einzog. Das alte Bundesvolk habe erkannt, dass eine Kraft von der Bundeslade ausging.

Der Bischof gab der Gemeinde den Rat, keine Angst zu haben, denn Jesus Christus gebe Kraft. Das Haus Gottes sei ein Ort, in dem die Gläubigen Zuflucht hätten vor Bedrängnissen und sich Gottes Gebot der Liebe entfalten könne. Und weiter: «Wenn Gott spricht, muss die Welt schweigen».

Weitere Predigtbeiträge

Der Bezirksälteste Heinz Briner wies darauf hin, dass Habakuk «Der Umarmte» heisst. Der Gedanke, dass die Gläubigen vom lieben Gott umarmt werden, soll sie bestärken. Er führte weiter aus, dass die wichtigsten Lebensvorgänge in der Stille – z.B. in der Natur - geschehen. Auch der Herr vollende in der Stille sein Werk. Nicht die äussere Hülle des Kirchengebäudes sei entscheidend, obwohl es von Zeit zu Zeit eine Erneuerung brauche. «Ihr seid der Tempel Gottes», sagte er zur Gemeinde.

Der Gemeindevorsteher griff den Gedanken des Bischofs auf, Jesus im Boot zu haben und sich an ihn zu wenden, wenn die Wellen hochschlagen, damit wieder Ruhe und Frieden einkehren können. Jesus sei der Steuermann in diesem Boot, die Segel hochziehen müsse jeder Gläubige jedoch selbst.

Kirchenbau

Der Architekt, Peter Walser, stellte kurz einige Aspekte des Bauwerks vor, z.B.: Die zwölf weissen Fenster – wie die zwölf Apostel dazumal - die die Gnade und das Licht symbolisieren. Die beiden farbigen Fenster – links in grün und blau, rechts in rot, orange und gelb – mit je drei roten Punkten, als Zeichen der Vollmacht oder der Dreieinigkeit Gottes, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Architekt führte weiter aus, dass die Wände 70 cm dick seien, damit Stille einkehre, nicht nur in der Kirche, auch in den angebauten Wohnungen. Abschliessend verwies er auf den Tag der offenen Tür vom 23.09.17, an dem er mehr vom Bau erzählen werde.

Während des anschliessenden Apéros konnten die Gottesdienstbesucher ihre Eindrücke über den Kirchenneubau kundtun und Erinnerungen austauschen.