Die Neuapostolische Kirche Schweiz

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Kirchenneubau in Buchs SG eingeweiht
29.10.2017 / Buchs SG
Mit einem Festgottesdienst wurde am 29. Oktober 2017 die neue Begegnungsstätte durch Apostel Thomas Deubel seiner Bestimmung übergeben.

Nach einer achtjährigen Planungszeit, bei der viele Hürden und Hindernisse beseitigt werden mussten, erfolgte im August 2016 die Grundsteinlegung des neuen Kirchengebäudes am Nordeingang der Stadt Buchs. Vierzehn Monate später war das neue Gotteshaus fertiggestellt. Die Freude bei den Mitgliedern der Kirchgemeinde Buchs war gross, konnten sie doch von ihrer 62-jährigen Versammlungsstätte in ein modernes, sakrales und zeitgemässes Kirchengebäude umziehen. Apostel Thomas Deubel legte das Wort aus Offenbarung 10, Vers 10, dem Einweihungsgottesdienst zu Grunde: „Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und verschlang’s. Und es war süss in meinem Mund wie Honig und als ich’s gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.“

Weihegebet und Predigt

Der Chor sang zu Beginn das Lied „Ich, der Herr von Erd und All“ bei dem es im Refrain heisst: „Ich bin hier Herr, meinst du mich, Herr?“. Damit wurde die gewünschte Gottespräsenz im neuen Gebäude unterstrichen.

Apostel Deubel dankte zu Beginn allen, die zum Gelingen des wunderschönen Neubaus beigetragen hatten, im Speziellen den Behörden der Stadt Buchs, dem Architekturbüro sowie dem Projektbeirat und der kircheninternen Immobilienabteilung. Im Weihegebet bat der Apostel besonders um die Offenbarung Gottes in der Mitte der Gemeinde sowie die Seligmachung der Gemeinde durch das Wort Gottes. Im Weiteren betete er: „ Ziehe ein mit deiner Herrlichkeit und erfülle uns mit deinem göttlichen Glanz!“ Das anschliessende Chorlied „Still und demutsvoll ergeben stehe ich an heil’gem Ort“ war die perfekte Ergänzung zur Weihung der Gottesstätte.

Der Apostel nahm im Anschluss Bezug auf den letzten Satz des Chorliedes „Herr, ich warte, segne mich“ und sagte, dass dies die Süsse des Büchleins aus dem Textwort sei. Gleich wer am Altar stehe, müsse unser Herz bereit sein, die Süsse des Evangeliums aufzunehmen. „Gott liebt alle - auch deinen bösen Nachbarn - und das kann im Magen bitter sein.“ Er wies darauf hin, dass Gott seinen Sohn für alle gesandt hat und das Ziel die ewige Gemeinschaft sei. Bekennen wir uns zu der Süsse des Evangeliums und Jesus. Nach weiteren Ausführungen, was wir als süss wie Honig empfinden und was uns bitter aufstossen könnte, meinte der Apostel, dieser Weihegottesdienst werde wohl als „Büechli-GD“ in Erinnerung bleiben.

Weitere Predigtbeiträge

Der Bezirksälteste Peter Fitze wies darauf hin, dass mit dem Umzug von der Optik her ein Quantensprung vollzogen wurde. Es habe Anwesende, die seit Beginn vor 62 Jahren an der Technikumstrasse mit Herzblut mitgearbeitet hatten und jetzt im Innersten vielleicht auch etwas Bitterkeit verspürten. Er hoffe aber, dass die vielen Vorteile überwiegen und die Süsse am neuen Ort einkehren werde.

Der Gemeindevorsteher gab zuerst seiner Freude über die neue Gottesstätte Ausdruck, an der sich Gott offenbaren will. Er schaue in viele fröhliche Gesichter, alle seien freiwillig gekommen. Er wünsche sich, dass dies auch in Zukunft der Fall sei. Am Eingang zur Kirche stehe der Satz: „Gott hat nur diese Hände“. Er hoffe, dass alle Hände zur Weiterentwicklung der Gemeinde beitragen, bis Gott sein Versprechen einlösen werde.

Ansprachen zum Neubau

Stadtpräsident Daniel Gut’s erste Worte waren: „Herrliche liebliche Stätte - das haben wir vorher zusammen gesungen und das wünsche ich Ihnen auch in Zukunft.“ Er gab seiner Freude über den Neubau einer christlichen Kirche Ausdruck. Das Gebäude passe an diesen Ort und das Leben komme mit den Bewohnern und Bewohnerinnen. Gottes Geist solle spürbar sein und Gottes Segen uns in die Zukunft begleiten.

Die Freude sah man Architekt Rolf Berger an. Er sagte: „Ich bin sehr glücklich über das Resultat. Zwischendurch sind in mir auch Zweifel aufgekommen, ob wir alle Erwartungen und Vorstellungen erfüllen können. Ein Kirchenbau ist eine sehr herausfordernde und nicht alltägliche Aufgabe.“ Der Architekt führte weiter aus, dass die hohen geschlossenen Kirchenwände bewahren und behüten und die Naturmaterialien im Innenraum (weisser Kalk und Naturstein) nicht von Gottes Wort ablenken sollen. Der dreiseitige Oblichterkranz präge den Kirchenraum, und der Lichteinfall werde durch das Kreuzmuster, die Jahreszeiten und das Wetter bestimmt. Mit diesem Standort rücke die Neuapostolische Kirche stärker ins Bewusstsein der Stadt und gestalte den Zugang zu Buchs, vom Städtchen Werdenberg her, neu. „Nur eine lebendige Kirchgemeinde macht diesen Bau zu einer Kirche und dies habe ich heute hier erlebt!“, mit diesen Worten schloss der Architekt seine Ausführungen ab.

Beim anschliessenden Apéro wurden rege Gespräche geführt, die Räumlichkeiten besichtigt und Erinnerungen ausgetauscht. Eine besondere Freude war auch die Anwesenheit von vier ehemaligen Bischöfen i.R. der Gemeinde Buchs: Heinz Hauri, Hans-Jörg Siegrist, Paul Imhof und Josef Bleckenwegner.