Die Neuapostolische Kirche Schweiz

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Die Liebe zu Gott und zum Nächsten
06.04.2018 / Zürich/Schweiz
Ende März 2018 besuchte Stammapostel Jean-Luc Schneider den Norden Rumäniens. Nach den monatelangen Vorbereitungen für diesen Besuch hatte das lange Warten nun ein Ende. Sowohl in Ocna Mureș als auch in Baia Mare wurde der Stammapostel mit grosser Freude erwartet.

Der Stammapostel war an diesem Wochenende in Begleitung der Bezirksapostel Markus Fehlbaum und Wolfgang Nadolny, des Bezirksapostelhelfers Jürg Zbinden, der Apostel Wolfgang Schug, Rolf Wosnitzka, Philipp Burren, Rolf Camenzind, Thomas Deubel sowie Apostel Vasile Cone und Bischof Gheorge Sapintan aus Rumänien. In beiden Gottesdiensten ging es um die Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Erwählt heisst: Gott entscheidet
In Ocna Mures feierte Stammapostel Schneider den ersten von zwei Gottesdiensten. In der dortigen Neuapostolischen Kirche hatten sich aus ganz Rumänien Amtsträger und ihre Frauen wie auch Glaubensgeschwister, die verschiedene Dienste innerhalb der Kirche ausüben, zum Gottesdienst versammelt. Der Stammapostel diente mit einem Bibelwort aus 2. Petrus, 1,10: „Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung festzumachen. Denn ihr dies tut, werdet ihr nicht straucheln“.

In seiner Predigt betonte der Stammapostel: „Wir sind berufen und erwählt, um auf ewig Gemeinschaft mit Gott in seinem Reich zu haben – das ist unsere Berufung! Wir sind erwählt unter vielen Menschen, als Christen Zeugen Jesu Christi zu sein. Wir sollen da wo wir leben vom Evangelium Zeugnis ablegen und den Menschen beweisen, dass das Evangelium von Jesus Christus die Wahrheit ist und ihnen zeigen, dass Jesus heute durch seine Apostel wirkt."

Er wähle einen jeden, um zu wissen wer, wo und wie er ihm dienen soll. Es sei auch der Sinn dieser Berufung,  jetzt, hier und heute, ein Zeuge Christi zu sein. Dazu habe uns Gott die Gabe des Heiligen Geistes gegeben. Diese Gabe ermögliche uns, Gott wahrhaftig und auch unseren Nächsten zu lieben. Diese Liebe mache es uns möglich, Zeuge Christi in jeder Situation zu sein, so der Stammapostel weiter.

„Lasst uns ‘eins’ sein und lasst uns demütig sein und dienen. Lasst uns motiviert sein, alle Menschen zu lieben und zu erretten“, rief der Stammapostel die Gottesdienstteilnehmer auf. „Wenn wir so wirken, dann sind wir durch und in Jesus Christus stark, dann werden wir nicht straucheln“.

Nach dem Gottesdienst erfolgte die Weiterreise Richtung Baia Mare. Beim Abendessen überbrachten jugendliche Glaubensgeschwister aus Baia Mare Willkommensgrüsse und erfreuten den Stammapostel und seine Begleitung mit einigen Liedervorträgen.

Die Liebe soll unsere Motivation sein
Am Palmsonntag, 25. März 2018, hielt Stammapostel Schneider den Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche in Baia Mare. Grundlage seiner Predigt bildete das Bibelwort aus Matthäus 21, 14,15: „Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel und er heilte sie. Als aber die Hohepriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien: Hosianna dem Sohn Davids!, entrüsteten sie sich“. Die Pharisäer ärgerten sich über Jesu als er ihnen sagte: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen (vgl. Matthäus 18, 3). 

„Was bedeutet die Geschichte für uns?“ fragte der Stammapostel. „Wir wollen uns nicht ärgern an Jesus, sondern ihn, sein Wort, seine Gesinnung in unserem Herzen aufnehmen. Um in das Himmelreich zu kommen reicht es nicht, den Gottesdienst zu besuchen, zu beten, Opfer zu bringen und nach den Regeln zu leben. Das ist nicht schlecht, aber es bringt keine Seligkeit. Ein Traditionsglaube errettet nicht. Wichtig ist die Liebe zu Gott, die Herzenseinstellung, das wollen wir tief in unserem Herzen verankern. Lasst uns keine Traditionschristen sein, auch keine neuapostolischen Traditionschristen. Es ist relativ einfach, nach den Regeln zu leben - man kann 50 Jahre lang in jedem Gottesdienst sein, aber im Herzen stimmt es doch nicht. Für Gott ist die Liebe zu ihm und zum Nächsten entscheidend.“

Verleihung des Ehrenbürgerrechts
Nach dem Gottesdienst wandte sich der Bürgermeister von Baia Mare in einer Rede an den Stammapostel und die Anwesenden und sprach seine Dankbarkeit dafür aus, was die Neuapostolische Kirche in geistlicher wie sozialer Hinsicht für die Menschen in Baia Mare tut. Der Bürgermeister überreichte Stammapostel Jean-Luc Schneider feierlich eine Urkunde und verlieh ihm die Ehrenbürgerrechte der Stadt. Der Stammapostel dankte dem Bürgermeister, wandte sich an die Anwesenden und wies darauf hin, dass auf dieser Urkunde sein Name stehe, jedoch die Ehre all den Glaubensgeschwistern gelte, die hier vor Ort so viel Gutes tun.

Die Neuapostolische Kirche in Rumänien
In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen die ersten neuapostolischen Christen nach Rumänien. Heute zählt die Neuapostolische Kirche Rumänien gegen 7'500 Mitglieder. Apostel Vasile Cone ist für die Betreuung der Glaubensgeschwister in Rumänien verantwortlich, unterstützt von Bischof Georghe Sapintan. Die Region Baia Mare gilt als neuapostolische Hochburg Rumäniens.