Die Neuapostolische Kirche Schweiz

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Stammapostel Jean-Luc Schneider besuchte die Gemeinde Trebaseleghe (Italien)
22.04.2018 / Trebaseleghe
Neunzehn Jahre - solange hat die Gemeinde Trebaseleghe seit dem Besuch des Stammapostels Richard Fehr gewartet, bis sie wieder die besondere Freude eines Stammapostelbesuches erleben konnte.

Sonntag, der 22. April 2018, war für die Glaubensgeschwister des Bezirkes Italien Nord-Osten ein besonderer Tag. Mit Stammapostel Jean-Luc Schneider erlebten sie einen unvergesslichen Gottesdienst. Dieser wurde per Satellit in die Gemeinden Italiens, Spaniens, des Tessins und von Zürich-Seebach (Italienische/Spanische Gemeinden) übertragen.

Durch die 208 Anwesenden, darunter der Stellvertreter des Bürgermeisters von Trebaseleghe, waren sämtliche Plätze in der Kirche besetzt. Ein Chor aus Erwachsenen und Kindern begrüsste den Stammapostel und seine Begleiter mit dem Lied Joy in my heart.

Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied “Dich, Herr, loben wir”. Zu Ehren des Stammapostels und seines Herkunftslandes wurde der erste Teil in französischer Sprache gesungen, was den Stammapostel berührte. Er meinte dazu: "Ihr singt mir ein Lied in Französisch und ich kann nicht einmal italienisch sprechen!”

Als Grundlage zum Gottesdienst diente ein Wort aus Lukas 24, 27: “Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war”. Der Stammapostel übersetzte das Wort und bemerkte dann dazu: “Liebe Geschwister, heute wusste ich nicht wie anfangen und habe den lieben Gott gefragt, was Er seinen Kindern sagen möchte. Dann dachte ich, sag ihnen die wichtigste Sache, dass sie die Liebe des Herrn fühlen mögen wie sie ist, eine Liebe ohne Einschränkungen, eine perfekte Liebe.”

In Bezug auf die Gemeinden in Italien und auf die kleine Schar der Gläubigen sagte der Stammapostel: “Nächsten Sonntag werde ich in Zambia Gottesdienst halten. Es werden Hunderttausende Gläubige anwesend sein. Da kommt die Frage auf: Wieso kann dies in Italien nicht auch so sein? Der Segen Gottes misst sich nicht an der Anzahl Gläubigen, sondern an dem, was wir für den lieben Gott tun. Wir müssen uns nicht fürchten, der Herr hat alles in seiner Hand, alles ist Teil seines Heilsplans, ein perfekter Plan. Christus sagte: Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.”

Jesus Christus ähnlicher
Um wahre neuapostolische Christen zu sein, müssen wir Zeugen des Evangeliums Christi sein und uns so verhalten, wie dies Kinder Gottes tun sollen. Wir sind alle Sünder, Gott weiss das. Doch das Ziel eines Jeden soll sein, Jesus Christus immer ähnlicher zu werden. In schwierigen Situationen müssen wir uns fragen: Was würde der Herr Jesus in dieser Situation tun? Wer handelt im Namen Gottes, wird vom Teufel versucht, denn dieser akzeptiert unsere Treue zum Herrn nicht. Doch - tröstet der Stammapostel - sollen wir uns keine Sorgen machen, weil Gott mit uns ist, uns liebt, und die Treuen segnet.   

Zum Bibelwort zurückkommend betonte der Stammapostel, dass die zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus den Herrn Jesus nicht erkannten. Der Herr leistete ihnen Gesellschaft und redete mit ihnen. Die Jünger dachten, er sei ein Fremdling und fragten ihn, ob er von der Kreuzigung Jesus wüsste und davon, dass die Frauen drei Tage danach den Leichnam nicht mehr gefunden hätten und der Engel gesagt habe, dass Jesus lebe. Die anderen Jünger wurden misstrauisch, gingen an die Grabstätte und bezeugten, dass der Leichnam verschwunden war. Jesus mahnte und belehrte sie. 

Wie für die Jünger, lebt Jesus auch für uns, er ist unter uns und belehrt uns nach dem Willen Gottes. Die innigste Nähe mit dem Herr Jesus spüren wir im Heiligen Abendmahl und in der Vergebung der Sünden.

In der Bibel lesen
Der Herr Jesus ist nicht physisch hier, aber man spürt seine Liebe beim Lesen in der Heiligen Schrift und durch das Wort der lebenden Apostel, die sein Werk bis zur Vollendung weiterführen. Der Stammapostel gab den Rat, in der Bibel zu lesen und unseren Glauben zu stärken, um mehr Sicherheit in Christus zu haben, um die Angriffe des Teufels abzuwehren und um das Wort des Apostolats aus den Gottesdiensten zu erhalten.

Ein Gottesdienst beginnt nicht mit dem Eingangslied und endet nicht mit dem Gemeindelied - er muss bearbeitet werden. Die Lektüre der Heiligen Schrift ermöglicht uns, unsere Seele auf das Wort Gottes vorzubereiten, anschliessend wollen wir versuchen, zu tun, was vom Altar verkündet wurde. Das Motto des Stammapostels sagt uns, was wir tun sollen:  “Ich will Christus ähnlicher werden! Ich will Gemeinschaft mit Christus haben!”

Jesus erwähnte, als er am Sterben war: “Lasst uns eins sein”. Jesus möchte, dass alle Gotteskinder Gemeinschaft haben mit ihm und dass alle eins sind in seinem Namen.

Apostel Bauer aus Süddeutschland erwähnte, dass der Plan Gottes oft nicht verstanden werde. Wenn etwas anders geschieht, als wir es gehofft haben, heisst das, dass Gott unseren Glauben prüfen will.

Apostel Opdenplatz aus Westdeutschland sagte, dass das französische Lied des Chores wie ein Feuer Freude und Gemeinschaft entfachen konnte. Wir sollen freudig und eins sein in der feurigen Erwartung der Wiederkunft Jesus.  

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls für die Gemeinde und anschliessend für die Seelen in der Ewigkeit erklang von einem Frauen-Duett ein zu Herzen gehendes Lied, das die Anwesenden sehr berührte.

Der Satz “heute habe ich mich wirklich zu Hause gefühlt” hat den Gottesdienst beendet. Er beweist, wie der liebe Gott immer unter uns ist und wie seine Liebe immer siegt.