Die Neuapostolische Kirche Schweiz
Ober-Österreichischer Jugendtag 2017
09.07.2017 / Pramet
Es gibt so Sachen, die sich jährlich wiederholen… Ja, so Sachen mit denen man rechnet und die einen kaum überraschen… Solche Sachen wie das Neujahrskonzert, den kalendarischen Sommerbeginn, die Adventzeit, usw... Meist hat das auch gar nichts mit der Bedeutung der einzelnen Sachen zu tun – dass sie stattfinden überrascht einen eben einfach nicht.

Da ist’s doch schön, wenn man mal von so einer Sache überrascht wird, die nicht jedes Jahr stattfindet, wie zum Beispiel der oberösterreichische Jugendtag (OÖJT) in Pramet. Dieser war zwar eigentlich nicht geplant aber es gab ihn dann doch.

Hmm… worüber kann nun eigentlich berichtet werden? Also, dass man zusammen saß, zusammen aß und zusammen Spaß hatte, nimmt man ja an. Dass man schwamm, dartete, tischtenniste, im Düsterwald war und Schach wie ein echter Wikinger spielte, lässt sich vermuten und mit Fotos belegen. 
Was nun lässt diese Veranstaltung als eine vom Glauben geprägte erkennen? Sind da nur Leute zusammen, die eben zufällig auch in die Kirche gehen? Nein, im Sinne des nachfolgenden Verses gesehen sind es Schatzjäger: 
Matthäus 6, 19-21: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“

Auf diesem Bibelvers baute am Samstagabend die Vorbereitung mit Bezirksältestem Brunner für den Sonntagsgottesdienst auf:

  • „Was ist denn eigentlich ein Schatz für mich?“
  • „Wie kann ich Trost spenden?“
  • „Für was bin ich dankbar?“

Vor allem die letzte Frage wurde intensiviert, indem man eine echte Schatzkiste mit Zetteln vollgeschrieben mit der eigenen Dankbarkeit füllte. Diese wurde durch diese Aktion erst zur richtigen „Schatzkiste“ und durfte deswegen auch am Sonntag als Altarschmuck dienen. 

So und jetzt wieder zurück zur Einleitung. Viele Sachen überraschen einen einfach nicht mehr. Wie zum Beispiel der allwöchentliche Gottesdienst am Sonntag. Das heißt, um den Gottesdienst besonders zu machen, muss man sich damit beschäftigen. Und das konnte man an diesem Sonntag spüren. Der „Schätzesammler“-Gottesdienst wirkte wie eine Aufladestation an die sich jeder anschließen konnte, dessen "Akku" nicht voll war.
Man lernte, dass man sich wie in einer „geschützten Werkstatt“ fühlen darf, wo auch mal Fehler erlaubt sind, aus denen man lernen kann. Dass der reiche Kornbauer ein großartiger Mann gewesen wäre, hätte er seine Prioritäten mal neu überdacht.
Dass man für so vieles dankbar sein darf, wie zum Beispiel seine Familie, seine Ausbildung, seine Arbeit, seinen Glauben, usw... . Dass mehr zum Glauben gehört als „nur“ in der Bibel zu lesen. Dass man Schätze bedächtig auswählen soll. Und, dass man Schätze auch suchen, finden und heben muss – aber nicht alleine suchen, sondern am besten zusammen.


Dann wurde gegrillt und gechillt. Der letzte Höhepunkt war dann das Open-End. Aber kein Ende mit Schrecken für die Gastgeber, denn da waren viele fleißige Helfer, die zupackten. Und so ging das Open-End in ein richtiges Happy-End über.

Werner Degenfellner | Mario Seifriedsberger