Die Neuapostolische Kirche Schweiz
Wir wollen den Reichtum Gottes, wir wollen in Gott reich werden
08.01.2019 / Zürich/Schweiz
Es ist ein schöner Anfang, wenn wir uns gleich am ersten Sonntag des neuen Jahres zusammenfinden und unseren Glauben an den allmächtigen Gott bekennen und wissen, dass Gott immer noch der Allmächtige ist. Mit diesen Worten begann Stammapostel Jean-Luc Schneider seine Predigt am Sonntag, 6. Januar 2019, in der Neuapostolischen Kirche in Bern-Ostermundigen.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Motto für 2019, das der Stammapostel zu Jahresbeginn bekanntgegeben hatte: Reich in Christus. Als Grundlage verwendete er das Bibelwort aus 1. Korinther 1,5-7: „..., dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in allem Wort und in aller Erkenntnis. Denn die Predigt von Christus ist unter euch kräftig geworden, so dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus.“

Der Weg heisst Jesus Christus
Um in Gott reich zu werden, um seinen Reichtum zu empfangen, hat Gott einen Weg gelegt. Es gibt nicht 200 Wege, es gibt nur einen Weg. Dieser Weg heisst Jesus Christus. Der Stammapostel rief dazu auf, sich in diesem Jahr mit Fragen zu beschäftigen, z.B. "Wie können wir denn reich werden in Gott?", "Woraus besteht der Reichtum in Christus?" und "Wie können wir diesen Reichtum teilen?". 

Die erste Bedingung ist, dass wir an Christus glauben, ohne das geht es nicht, betonte der Stammapostel. Das heisst, glauben an seine Menschwerdung, seinen Opfertod, seine Auferstehung und sein Versprechen „Ich komme wieder, um euch zu mir zu holen" (Johannes 14,3), glauben auch an seine Lehre und sein Evangelium. Der Glaube soll unser Antrieb sein zu sagen, JA wir wollen zu Jesus Christus, wollen nach seinem Willen handeln, begeistert sein von seinem Versprechen, dass er wiederkommen wird, und wir wollen immer wieder dafür sorgen, dass er zu einer Kraft in unserem Herzen wird. Das Christsein muss in uns leben, in uns brennen.

Gott dienen, um reich zu werden
Jesus hat ganz am Anfang der Bergpredigt gesagt: „Selig sind, die geistlich arm sind, ihnen gehört das Himmelreich.“ (Matthäus 5,3). Geistlich arm ist der, der demütig genug ist, um gehorsam zu sein. Die Gebote Gottes sind das Beste, das es gibt. Er halte sich an die zehn Gebote, bleibe gehorsam, was auch immer geschehe, das sei für ihn der beste Weg, so der Stammapostel.

Um reich zu werden, müssen wir Gott dienen, müssen wir arbeiten. Der Sohn Gottes wies in verschiedenen Gleichnissen von den Zentnern oder den Arbeitern im Weinberg darauf hin. Stammapostel Schneider erinnerte eindringlich daran, dass, wenn wir in diesem Jahr reich werden wollen, wir Gott dienen müssen - jeder an seinem Platz.

Reich werden wir auch durch den Segen Gottes. Um Segen zu empfangen, braucht es die Diener, die Knechte, die Gott gesandt und berufen hat, Segen zu übermitteln. Dies sind die ordinierten Amtsträger, die Gottesdienste halten und Segnungen spenden. Die einen passen uns, die anderen nicht, sagte der Stammapostel. Wir können nicht immer erwarten, dass der liebe Gott uns Amtsträger sendet, die genau unseren Vorstellungen entsprechen. Lasst uns alle auf- und annehmen, die Gott uns gibt. Je mehr wir dies tun, je mehr Segen können wir empfangen.

Opfer aus Dankbarkeit
Der Stammapostel sprach die Dankbarkeit und das Vertrauen zu Gott an, welches wir durch unser Opfer beweisen können. Alles, was wir haben dürfen, ist Gnade Gottes, kommt von ihm. Dafür sind wir dankbar. Das Opfer ist Ausdruck dieser Dankbarkeit. Er ist es, der für uns sorgt, wir vertrauen ihm. Gott hat versprochen: wer opfert, wird gesegnet. Denn er segnet die Herzenseinstellung - nicht das Geld. Die Herzenseinstellung welche sagt: „Du bist es, der für mich sorgt, ich vertraue Dir.“

Reichtum teilen
Ein Reichtum, den wir haben dürfen, ist die Gemeinde. Nicht alles ist da vollkommen. Verschiedenes geht vor, wenn Menschen zusammenkommen. Und doch - die Gemeinde ist ein Reichtum. Lasst sie uns, ermahnt der Stammapostel, mit geheiligten Augen sehen. Es ist eine Gemeinschaft, die füreinander betet, die es schafft, trotz allen Unterschieden eins zu sein in Jesus Christus. Wir sind uns nicht bewusst, wie gross dieser Reichtum ist.

Ein Beispiel von Reichtum zeigte der Stammapostel noch auf: Den Reichtum der Gnade. Jesus Christus verteidigt uns, er vergibt uns. Das ist ein Reichtum, den wir weitergeben können, indem wir dem Nächsten vergeben. Lasst uns den Reichtum der Gnade mit den Menschen, die uns umgeben, teilen. Je mehr wir dies tun, je reicher werden wir.

Dann und wann sagt uns der liebe Gott: „Du, neben Dir ist einer, dem geht es gar nicht gut. Auch in anderen Ländern gibt es Menschen, denen es nicht gut geht. Da kannst du etwas geben, konkret helfen“. Inneres Glück, Friede und Ausgewogenheit hängen nicht vom Besitz ab. Wir können unseren Reichtum teilen und da und dort helfen, denn wir wissen: Gott wird uns alles geben, was wir brauchen, um in sein Reich eingehen zu können. Lasst uns reich in Christus sein.

Apostel Manuel Luiz erwähnte in seinem Predigtbeitrag, dass, wenn wir lesen, Gott über unseren Verstand zu uns spricht. Wenn wir die göttliche Predigt hören, spricht Gott zu unserer Seele, und in uns wächst die Vollkommenheit, die es zulässt, dass wir im Reichtum des Glaubens wachsen können.

Wenn wir reich sind, wollen wir noch reicher werden, sagte Apostel Uli Falk. Dies gelingt uns jedoch nicht dadurch, dass wir irgendjemandem etwas wegnehmen, im Gegenteil - wir werden reicher in Christus, wenn wir gerne von der Liebe, vom Frieden, von der Barmherzigkeit, von der Gnade abgeben, die Gott uns schenkt. Dann werden wir immer reicher. Lasst uns die Dinge annehmen, wie Gott sie uns gibt.  

Eingeladen zu diesem Gottesdienst, der in den gesamten Bezirksapostelbereich Schweiz in Bild und Ton übertragen wurde, waren die Glaubensgeschwister des Bezirks Thun, die beiden Apostel Manuel Luiz aus Portugal und Uli Falk aus Nordostdeutschland sowie die Apostel und Bischöfe des Bezirksapostelbereichs Schweiz.