Die Neuapostolische Kirche Schweiz
Ämtergottesdienst in St. Gallen mit Stammapostel Jean-Luc Schneider
17.11.2019 / St. Gallen / Schweiz
Stammapostel J.-L. Schneider hielt am Sonntag, 17. November, in der Kirche St. Gallen einen Gottesdienst für die aktiven und in Ruhe gesetzten Amtsträger und ihre Partnerinnen/Ehefrauen mit Übertragungsorten in ganz Europa. Begleitet wurde der Stammapostel von den 15 weltweit aktiven Bezirksaposteln und Bezirksapostelhelfern sowie Aposteln aus der Schweiz.

Mit viel Herzblut waren alle Vorbereitungen für diesen grossen Tag getroffen worden. Nun wurde  der Stammapostel in der Gemeinde St. Gallen erwartet. Grosse Vorfreude war spürbar. 

Der Altar war in herbstlichen Farben wunderschön geschmückt. Orchesterklänge und Chorgesang stimmten auf den Gottesdienst ein.

Vor dem Gottesdienst begrüsste Apostel Burren die Teilnehmer und wünschte allen, Gott in seiner ganzen Herrlichkeit erfahren zu können. Er rief der Festgemeinde zu: „Herr, ich lasse dich nicht, es sei denn du segnest mich.“

Im Eingangsgebet legte der Stammapostel ein grosses Schwergewicht auf den Dank. Dank für Gottes Allmacht, Liebe und Geduld, für sein Vertrauen. Dank auch für Gottes Kraft, seinen Beistand und seinen Segen für unsere Arbeit.

Gott ist der Allmächtige, ihm ist nichts unmöglich. Er macht genau das, was er beschlossen hat. Alles was er macht, geschieht aus Liebe zu den Menschen. Gott kennt alle seine Kinder, nimmt Anteil an ihrem Schmerz und kann allen helfen.

Diese Gebetsworte des Stammapostels bildeten das Fundament für den Gottesdienst, dem die Worte aus dem Lukasevangelium Kapitel 22, Vers 31, 32 zugrunde lagen: „Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dann umkehrst, so stärke deine Brüder.“

Der Stammapostel dankte zu Beginn des Gottesdienstes allen Brüdern und Schwestern für die ehrenamtlichen Dienste und die grosse Opferbereitschaft. Dies ist ein grosser Reichtum für das Apostolat, ein Reichtum der Neuapostolischen Kirche, der auch von aussen bewundert wird. Das Besondere an diesem Reichtum ist, dass er nicht für die Apostel ist, nicht für eine Organisation, nicht für eine Kirche, sondern aus Liebe für den Herrn! Und ER wird uns dafür auch seinen Lohn geben - die vollkommene Gemeinschaft mit Jesus Christus, die alles übertreffen wird. Am Ende wird kein Gotteskind sagen können, sein Einsatz habe sich nicht gelohnt. Jedes wird sagen können, dass es den von Gott erhaltenen Lohn mit Sicherheit nicht verdient hat.

Nach seinen Dankesworten ging der Stammapostel auf das Textwort ein. Dieses beinhaltet im Kern, dass Jesus Christus, damals wie heute, Diener zur Vollendung seines Werkes in den Dienst berufen hat. Gott hat uns vorausgesagt, dass unser Dienst kein einfacher sein wird, es wird Anfechtungen geben, wir werden zu kämpfen haben. Diese Vorhersage wird an mehreren Stellen in der Bibel beschrieben (vgl. beispielsweise die Ausführungen im Petrusbrief). Oftmals haben wir die Vorstellung, dass es um einen Wettbewerb der verschiedenen Glaubensgemeinschaften geht und wir als Christengemeinschaft gewinnen. Aber dem ist nicht so. Es geht ausschliesslich um unsere persönliche Beziehung zu Jesus und nicht darum, Machtanteile am Markt der Religionen zu gewinnen.

Der Teufel greift uns an diesem Schwachpunkt an, er greift den Glauben an und zwar genau dann, wenn wir die Welt nicht mehr verstehen, wir ratlos sind und nicht mehr wissen, wie handeln.

In dieser Situation besteht die Gefahr, dass wir uns von Jesus Christus entfernen und nicht hören, was er uns sagen will, weil unsere eigenen Erkenntnisse und Erfahrungen im Vordergrund stehen.

Wir sollen Diener des Herrn sein und machen was er uns sagt, unabhängig ob es aus unserer Sicht erfolgversprechend ist oder nicht.

Die Botschaft dieses Gottesdienstes ist, in der Gemeinschaft Jesus Christus zu bleiben, stets seine Nähe zu suchen und sich nicht beirren zu lassen von den Geschehnissen in der Welt.

Der Bezirksapostelhelfer Nsamba aus Sambia und Bezirksapostel Kolb aus den USA unterstrichen in ihrem Predigtbeitrag diese göttliche Botschaft eindringlich.  

Besonders bewegend waren die Momente der Stille, als Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl. Der Stammapostel erinnerte an die dreimalige Frage Jesus an Petrus: Hast du mich lieb?

Das Heilige Abendmahl für die Verstorbenen nahmen anschliessend die Apostel Burren und Deubel entgegen.

Der Gottesdienst wurde unterstützt von stimmungsvollen Orgel- und Orchesterklängen sowie Chorliedern, die das Herz berührten. Das Lied "Herr, Herr, wir danken dir" bildete den Abschluss dieser besonderen Segensstunde.