Die Neuapostolische Kirche Schweiz

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Feier des Dank-, Buss- und Bettages 2018 in der Kirche Lugano
15.09.2018 / Lugano-Breganzona
Vorbereitungen zum Dankfest. Danken, für was?

Die Gläubigen der Neuapostolischen Kirche in Lugano begannen bereits am Samstag in einer Stunde der Gemeinschaft, den Dank-, Buss- und Bettag zu feiern.

Der Altar war mit Blumen, Früchten und Erntesymbolen geschmückt. Vor dem Altar standen diverse Körbe, gefüllt mit vielen verschiedenen Nahrungsmitteln, die aus dem Kreis der Glaubensgeschwister gespendet wurden. Diese Köstlichkeiten kamen anschliessend der humanitären Stiftung "Tavolino magico" zugute, welche zum Ziel hat, Bedürftige unseres Landes zu versorgen.

Der Bezirksevangelist Luigi Campagna dankte den Anwesenden für ihren Einsatz und die Unterstützung, welche zum guten Gelingen des Tages beigetragen haben. Er machte die Zuhörer auf wichtige Zahlen aufmerksam: jedes Jahr werden in der Schweiz gegen 2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel vernichtet. Demgegenüber stehen sechshundertfünfzehntausend Menschen, die in der Schweiz vom Minimum oder sogar unter dem Existenzminimum leben. 

Chorbeiträge und verschiedene Lesungen von Mitgliedern anderer Gemeinden füllten die Stunde. Diese hatten folgenden Inhalt:

  • "Der Eidgenössiche Dank-, Buss- und Bettag, Hinweise aus dem historischen Glossar der Schweiz"; Bestimmungen und historische Tradition der Entstehung des Eidgenössichen Dank-, Buss- und Bettages.
  • "Lobgesang der Kreaturen von Francesco d’Assisi"; gelesen in der alten umbraischen Sprache; ein Lob an Gott für alles, was er erschaffen hat.
  • "Psalm 107" aus der Heiligen Schrift; Anregung zur Feier sowie Kundtun der Dankbarkeit gegenüber Gott.
  • Lied "Danke Gott" von Stefano Rosso: "Danke Gott, wenn ich auch heute hier sein darf, und weil ich singen darf, danke dass ich leben kann, danke für die Freuden, …"

Zum Schluss folgte die Lesung des auf der Homepage der Neuapostolischen Kirche stehenden Textes, welcher die Wichtigkeit des Dankens und des Helfens unterstreicht - wie Gott uns dies lehrt durch sein Gebot "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". 

Der Bezirksevangelist spornte die Anwesenden an, eine eigene Liste von Gründen zur Dankbarkeit dem lieben Gott gegenüber zu erstellen. Der Nachmittag wurde mit einem Gebet und gemeinsamem Singen beendet. Die Stunde stärkte das Bewusstsein, wie wichtig das Dankfest für uns neuapostolische Christen ist. 

Sonntag
Die Gemeinde versammelte sich zum Gottesdienst, dessen Wort auf Lob und Dankbarkeit verwies: 

Danket dem Herrn ...
Der Speise gibt  ...
Danket dem Gott des Himmels, denn seine Güte währet ewiglich.”
Psalm 136, 1 und 25, 26.

Durch das Wort Gottes wurde den Anwesenden klar gemacht, wie wichtig es ist, zu danken für alles was wir erhalten haben und dafür, dass wir Kinder Gottes sind. 

Der mitdienende Priester sensibilisierte die Anwesenden zusätzlich, indem er die Geschichte eines Mannes erzählte, der Nahrung für sich und seine Familie gestohlen hatte. Diese Tat wurde vom Gesetz bestraft. Der Mann - wieder auf freiem Fuss - verbrachte den Rest seines Lebens damit, Bedürftigen zu helfen. 

Das Ergebnis dieses freudigen und harmonischen Wochenendes ist eine grosse Dankbarkeit gegenüber dem Herrn, unserem Gott und Schöpfer!