Die Neuapostolische Kirche Schweiz

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Einweihung der neuen Kirche in Murten
16.09.2018 / Murten
Nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit wurde die neue Kirche in Murten durch Apostel Thomas Deubel eingeweiht. Der Predigt des Apostels lag das Bibelwort aus 1.Chronik 28, Vers 10 zugrunde: "So sieh nun zu, denn der Herr hat dich erwählt, dass du ein Haus baust als Heiligtum. Sei getrost und richte es aus!"

Nach dem Eingangslied des Chors ging der Apostel auf die Stimme der Jodlerin ein, die wie er sagte, einfach Freude ausdrückte. Er meinte dazu, dass es wahrlich ein Grund zur Freude und Dankbarkeit sei, ein solches Haus Gottes einzuweihen. Er dankte dem Architekturbüro, der Verwaltung und insbesondere dem Vorsteher und dem Bezirksältesten für deren ehrenamtliche Arbeit. "Das Haus soll mit Inhalt gefüllt werden und ein Ort sein, wo sich Gott in besonderer Weise offenbaren wird", wünschte der Apostel.

Gott wählt und stärkt
Nach den einleitenden Worten sprach der Apostel das Weihegebet. Danach ging er auf das Bibelwort ein, wo David dem Salomo den Auftrag erteilte, den Tempel zu bauen. David hatte dafür alles im Vorfeld geplant und vorbereitet. Salomo wurde also von Gott erwählt, den Tempel zu bauen. Auch hier in Murten hat man Menschen gewählt, diesen Bau auszuführen. Dazu brauchte es Fachkräfte mit dem entsprechenden Wissen. Gott hat hier und in der ganzen Welt Menschen gewählt, um den Tempel Gottes zu bauen. Der Apostel präzisierte, dass er dabei an die gesamte Kirche Christi, an die ganze Christenheit denke.

Es geht aber auch darum, den eigenen Tempel zu bauen. Auch da wählt Gott Menschen aus. Es ist eine Gnade Gottes, daran mitzubauen. Die Erwählung können wir nicht erklären – sie anzunehmen steht den Menschen frei. 

Das Haus soll sich entwickeln
Der Apostel erzählte, wie er am Vortag einen Vater beobachtete, der mit seinem Sohn ein Spielhaus baute und wie sich das Kind über die Entstehung des Hauses freute. Er bat die Gemeinde, dieses Bild der Entwicklung, der Freude am Fortschritt, mitzunehmen. So soll es ebenfalls mit dem Tempel in uns geschehen. Der Glaube an die Wiederkunft Christi soll uns das Wichtigste sein. 

Das Haus mit Inhalt füllen
In seinem Predigtbeitrag meinte der Bezirksälteste Heinz Blaser, dass sich das ganze Evangelium hier offenbaren soll. Das sei der wichtigste Inhalt dieses Hauses und solle Segen und Freude bewirken.

Daniel Studer, der Gemeindevorsteher, drückte seine grosse Dankbarkeit mit den Worten aus, dass es schön sei zu wissen, Gott hier immer anzutreffen. Alle sollen sich in diesem Hause wohlfühlen und stärken können.

Worte des Architekten
Nach dem Gottesdienst sprach der Architekt Peter Walser. Er erwähnte den Standort der Kirche an der Strasse mit dem Kreisel und erklärte, wie die dahinter stehenden drei grossen Bäume dem Gebäude Halt geben sollen. Durch das Nebengebäude sei der Vorplatz vom Strassenlärm geschützt und liege so ruhig.

Ein Weg führt zur Kirche, geht an den sieben Fenstern des Gebäudes vorbei und führt zum Eingang. Weiter geht es in den Vorraum, vorbei an der Garderobe in den Kirchenraum. Das Gebäude ist hoch und bekommt dadurch eine sichtbare Festigkeit. Es soll Schutz sein und eine innere Einkehr möglich machen. Das Oberlicht am Altar soll den Amtsträgern Kraft geben und die Sicht vom Altar zu den sieben Fenstern, die die sieben Tage der  Schöpfung symbolisieren, soll den Amtsträgern den Aussenbezug geben. Weiter erläutert der Architekt die architektonischen Überlegungen zu den verschiedenen Räumlichkeiten und deren Anordnung. Er wünschte der Gemeinde, dass alle auch die Kraft der Materialien spüren mögen.