Die Neuapostolische Kirche Schweiz

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Jesus schämt sich seiner Brüder und Schwestern nicht
11.08.2019 / Uster
Festgottesdienst des Stammapostels in Uster aus Anlass der Rubinhochzeit des Bezirksapostels Jürg Zbinden und seiner Frau Esther. Begleitet wurde der Stammapostel nebst dem Bezirksapostel von den Aposteln Deubel und Camenzind sowie den Bischöfen Fässler, Keller und Wihler.

Textwort: Hebräer 2, Vers 11: „Denn weil sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden, darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder und Schwestern zu nennen“

Zu Beginn des Gottesdienstes sagte der Stammapostel, dass wir das gemacht haben, was der Chor besungen hat: Wir sind gekommen, im Wissen, dass der Herr unter uns sein will. Der Heilige Geist möchte eine Begegnung mit jedem ganz persönlich. Er möchte alle trösten, erfreuen, allen Mut machen und Frieden spenden. Das geschieht, indem er von Jesus Christus spricht. Das war auch bei den Hebräern so. Es gab Zeichen der Entmutigung und Freudlosigkeit in den Gemeinden. Der Schreiber des Hebräerbriefes hat von Jesus Christus gesprochen. Es sollte ein Trostwort sein, dass Jesus Christus, ein Mensch wie wir, ein Nachkomme Adams, unser Bruder ist.

Jesus ist unser Bruder, weil er selbst zu den Jüngern sagte: Mein Vater ist euer Vater, mein Gott ist euer Gott (Johannes 20;17).

Gott hat Jesus geheiligt. Heilig ist alles, was zu Gott gehört, weil Heiligkeit das Wesen Gottes ist, und Jesus Christus gehört zu Gott. Er wurde ausgesondert, vom Irdischen emporgehoben, herausgenommen, um Gott zu dienen. Jesus Christus hat sich selbst auch geheiligt, dadurch dass er gegen das Böse und die Sünde gekämpft, sie überwunden hat und bis ans Ende sündlos blieb.

…dass wir geheiligt werden. Er hat uns berufen, wir sind zum heiligen Volk geworden – nicht weil wir so gut waren, sondern weil wir Gott dienen sollen, die Wohltaten Gottes verkündigen.

Gegen die Sünde kämpfen, uns so verhalten, damit alle sehen, dass wir zu Gott gehören. Gott hat Jesus geheiligt, er hat uns geheiligt, und wir haben zugelassen, dass er uns heiligen kann in jeder Hinsicht. Dann sagt Jesus, er schämt sich nicht, uns seine Brüder und Schwestern zu nennen. Jesus Christus schämt sich nicht, auch die ganz kleinen Sorgen, auch das kleinste Leid zu teilen. Er teilt alles. Ich schäme mich nicht, das ist mein Bruder, das ist meine Schwester. Die Jünger haben den Herrn Jesus verlassen und verraten. Jesus stirbt, kommt wieder ins Leben, als Auferstandener trifft er die Frauen und sagt zu ihnen: Geht zu meinen Brüdern… Die Sünde ändert an seiner Bruderschaft nichts.

Und wir? Schämen wir uns unseres Heilands? Wir bekennen uns zu Jesus Christus und sagen immer wieder: Wir sind Christen. Wir stellen klar, was unsere Position ist und was gegen das Evangelium ist. Auch wir schämen uns für unsere Brüder und Schwestern nicht, ungeachtet dessen, ob es ihnen gut geht oder sie in widrigen Umständen sind. Wir lieben sie und tun ihnen Gutes.

Bischof Wihler erwähnte in seinem Dienen, dass, bevor Christus nach dem Abendmahl mit den Jüngern zum Ölberg ging, sie miteinander den Lobgesang angestimmt haben. Lob, Ehr und Dank, der erste Schritt zu unserer Heiligung.

Apostel Camenzind sagte in seinem Dienen unter anderem wie schön es ist, wenn man weiss, dass der Herr sich unser nicht schämt. Wie ist meine Einstellung gegenüber meinem himmlischen Vater? Es besteht doch ein familiäres Verhältnis, wenn wir vom Herrn Jesus als Bruder angesprochen werden. Das löst den Wunsch aus, ihm ähnlicher zu werden, weil er unser Vorbild ist.

Nach der Abendmahlsfeier für die Entschlafenen und der Segensspendung zur Rubinhochzeit des Bezirksapostels und seiner Frau durften sich die Anwesenden zur Freude aller noch persönlich vom Stammapostel und dem Jubelpaar verabschieden.