Die Neuapostolische Kirche Schweiz

Reisenotizen

Woche 51 / 2018
18.12.2018 / Zürich / Schweiz
Wie bereits in meinen letzten Notizen erwähnt, nahm ich am Montag und Dienstag an der Sitzung der Arbeitsgruppe Glaubensfragen teil. Es war zugleich der Abschied aus diesem Gremium. Mit etwas Wehmut im Herzen bin ich mir bewusst, dass es künftig mit den Mitaposteln dieser Gruppe weniger Berührungspunkte geben wird.

Gemeinsames Arbeiten lässt zusammenwachsen. Eine Verbindung bleibt allerdings weiterbestehen: als Mitglied der Internationalen Koordinationsgruppe bin ich als Referent für die Glaubenslehre zuständig, zu der dieses Gremium ebenfalls gehört. Mit mir zusammen wurde auch Apostel i.R. Dieter Prause (Süddeutschland) altershalber aus der Gruppe verabschiedet. Schwerpunkt der Arbeit war das Aufbereiten von Materialien zur geplanten Einführung des Amtsverständnisses.

Der Mittwoch war ausgefüllt mit Abarbeiten von Pendenzen, dem Vorbereiten der bevorstehenden Gottesdienste und dem Besuch beim Notariat, um Unterschriften zu beglaubigen.   

Nun sitze ich im Flieger nach Fuerteventura und befinde mich im Augenblick über Südspanien. Die letzte Stunde war sehr turbulent, inzwischen hat sich die Lage aber wieder beruhigt. Ich freue mich auf die geplanten Begegnungen mit den Geschwistern in den Gottesdiensten und beim Gemeinschaftserleben. Apostel Rolf Camenzind ist von Bergamo herkommend bereits gelandet. Bischof Pedro Olmedo kommt von Madrid her und sollte zur gleichen Zeit wie ich landen. Es fehlen noch knapp zwei Stunden bis zum Wiedersehen..

… für das Verfassen des zweiten Teils des Reiseberichtes sitze ich wiederum im Flugzeug. Allerdings geht es diesmal Richtung Zürich. Eine Fülle an Erlebnissen liegt hinter mir. Nach einem ruhigen Rest des Fluges landeten wir in Fuerteventura. Auch Bezirksältester Victor Alganza ist von Málaga herkommend bereits am frühen Morgen eingetroffen. Eine freudige Begrüssung, dann ging es gleich los im Mietwagen Richtung Puerto del Rosario, wo wir das Hotel bezogen, kurz etwas zu Mittag assen und uns dann zu unseren Glaubensgeschwistern aufmachten. Es war ein bewegendes Gottesdiensterleben im kleinen Kreis von insgesamt 19 Teilnehmenden.

Am kommenden Tag ging es weiter. Zwei Flüge mit der Kanarischen Gesellschaft Binter standen auf dem Programm –  zuerst von Fuerteventura nach Tenerife Norte, wo uns der Bezirksevangelist, bereits am Abfluggate wartend, durch die Scheibe zuwinkte. Nach einem halbstündigen Flug landeten wir auf La Palma. Nach dem Zimmerbezug assen wir in einem Strandrestaurant eine Kleinigkeit und zogen uns um. Schon brachen wir wieder auf, um in einer abenteuerlichen Fahrt mit insgesamt 563 Kurven und grossen Höhenunterschieden auf der anderen Seite der Insel in Las Tricias bei unserem Priester Huber und seiner Gattin zuhause das Wirken des Heiligen Geistes im Gottesdienst zu erleben. Apostel Camenzind wirkte bereits zum zweiten Mal als Übersetzer. Wir waren ungefähr 15 Personen. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Kreis der ganzen Gemeinde ging es am späteren Abend zurück. Die Zahl der Kurven hatte sich zwischenzeitlich auch nicht reduziert.

Am Samstag flogen wir morgens um 10:00 Uhr wieder zurück nach Tenerife Norte, wo wir in Santa Cruz de Tenerife im Hotelzimmer die Kleider auspackten, damit sich die Falten im Anzug und in den Hemden etwas glätten konnten. Nach der Verpflegung galt es bereits wieder, die schwarze Kleidung anzuziehen, weil wir uns auf die Fahrt in den Süden der Insel machen mussten. Nach einem Seelsorgebesuch war es Zeit, unsere Gemeinde Las Rosas (Tenerife Sur) aufzusuchen. Eine stattliche Anzahl von Geschwistern hatte sich versammelt. Eine Familie (Vater, Mutter und ein Sohn) durfte zur grossen Freude der Gemeinde die Gabe des Heiligen Geistes bekommen, und der Gemeinde konnte ein Diakon geschenkt werden. Es ist einfach schön, überall treue Gottesknechte und Gotteskinder haben zu dürfen. Mit viel Freude über das Erlebte ging es zurück nach Santa Cruz.

Schon brach der Sonntagmorgen an. Der Gottesdienst in der Gemeinde San Cristóbal de la Laguna (Tenerife Norte) war auf 11:00 Uhr Ortszeit angesetzt (in der Schweiz bereits 12:00 Uhr mittags), damit alle Geschwister anreisen konnten. In diesem Gottesdienst durften ein Bruder versiegelt und ein Priester ordiniert werden. Zudem erlebte die Gemeinde das Abendmahl für die Entschlafenen. Nach einer herzlichen Verabschiedung und einem kurzen Zusammensein mit der Gemeinde mussten wir uns bereits beeilen, denn um 14:00 Uhr ging unser Flieger nach Gran Canaria. Wie schon seit der Ankunft bewegten sich die Temperaturen tagsüber zwischen 20 und 25 Grad und in der Nacht zwischen 17 und 20 Grad. Aus der Schweiz erreichte uns die Nachricht, dass Schnee gefallen sei. Nach der Landung assen wir im Flughafen eine Kleinigkeit zu Mittag und fuhren dann gleich in die Stadt Las Palmas de Gran Canaria, wo um 17:00 Uhr der Gottesdienst angesagt war, der letzte auf dieser Reise. Noch einmal strahlende Gotteskinder, bewegende Augenblicke, stärkende Begegnungen.

Immer wieder konnte auf der Reise die Zeit zwischendurch zu Gesprächen mit dem Apostel, dem Bischof und den Bezirksämtern genutzt werden. Dieser Austausch ist sehr wichtig, sind wir dann doch wieder lange Zeit nicht in diesem Kreis persönlich zusammen.

Am Montagmorgen flogen der Apostel, der Bischof und der Bezirksälteste etwas früher zurück. Meine Abflugzeit war auf 14:10 Uhr Ortszeit angesetzt, so dass ich die verbleibende Zeit im Hotel dazu nutzen konnte, E-Mails zu beantworten und Telefonate zu führen. Es reichte sogar für eine kurze Pause bei einem Gelato. Mit dem Bus ging es dann rechtzeitig zum Flughafen, wo der Start mit fast 40 Minuten Verspätung erfolgte.

Allen Geschwistern wünsche ich eine friedvolle verbleibende Adventszeit.