Die Neuapostolische Kirche Schweiz

Reisenotizen

Woche 9 / 2019
05.03.2019 / Zürich / Schweiz
Nach einigen erholsamen Ferientagen durfte ich den "Feriensonntag" in der nächstliegenden Gemeinde Stäfa in der Kirchenbank sitzend miterleben. Ich habe es sehr genossen und mich einfach von Herzen gefreut.

Die vergangene Woche war geprägt von der intensiven Vorbereitung auf den Entschlafenen-Gottesdienst. Immer wieder kamen schöne Impulse und Hinweise. Der Störsender des Bösen war aber auch ununterbrochen aktiv.

Am Donnerstagabend ging die Bahnfahrt zuerst nach Bern, von wo uns der Bezirksälteste mit dem Auto nach Murten mitnahm. Im September des vergangenen Jahres erhielt die Gemeinde ein neues Gotteshaus (siehe Bericht unter https://www.nak.ch/nc/news/nak-schweiz/?start=8159-1538258400&berID=8103). Es bewegt und erfreut mich immer wieder, wenn nach relativ langer Zeit ein Wiedersehen mit vielen treuen Geschwistern möglich wird. Zum Beispiel war mein ehemaliger Sonntagsschullehrer mit seiner Gattin zugegen, der mehr als 20 Jahre in Frankreich gelebt hat und jetzt wieder in die Schweiz zurückgekehrt ist. Das Verlangen nach der Begegnung mit Gott und untereinander im Gottesdienst konnten wir gemeinsam stillen. Reich gemacht, ging es nach dem Gottesdienst in umgekehrter Reihenfolge wieder nach Hause.

Am frühen Samstagabend hatten sich in der Kirche Wil SG viele Gläubige aus der Gemeinde und dem Bezirk zur Einstimmung auf den Entschlafenen-Gottesdienst versammelt. Das wunderschöne und bewegend vorgetragene Musikprogramm bereitete unsere Herzen vor auf den Sonntag. Die Kinder haben durch ihr Mitwirken am Samstag und Sonntag bestätigt, dass sie ein wichtiger Teil der Gemeinde sind und ihren festen Platz darin haben. Die Bilder vermitteln einen schönen Eindruck von diesem Geschehen.

Ursprünglich war im Jahresprogramm vorgesehen gewesen, dass der erste Entschlafenen-Gottesdienst mit den sakramentalen Handlungen auf der Insel Kuba stattfinden sollte. Verschiedene Umstände haben eine Verschiebung dieses Vorhabens auf das kommende Jahr notwendig gemacht.

Unser Stammapostel hatte mir am Samstag noch für alle Apostel, Bischöfe und somit für alle Geschwister des Bereiches einen besonderen Segenswunsch aus Burundi übermittelt: «Un dimanche béni à vous tous!» 

Eine fühlbar vorbereitete Festgemeinde hatte sich in unserer Kirche Wil SG eingefunden, um am grossen Freudenfest teilzuhaben. Allein die Botschaft des Altarschmuckes war eine Predigt für sich. Die musikalischen Beiträge berührten und bereicherten uns. Einmal mehr wurde in den Seelen die Bewegung spürbar, die für unsere irdischen Sinne nicht fassbar ist. Die Spendung der drei Sakramente für die Entschlafenen ist ein unbeschreibliches Erleben. Es ist einfach ein Vorgeschmack auf das Kommende. Danke, lieber Gott, dass du uns solches Erleben schenkst.     

Eine kleine Glaubensschwester hatte bereits am Samstag angekündigt, dass sie mir am Sonntag ein Geschenk überreichen möchte. Ich war natürlich gespannt. Bei der Verabschiedung nach dem Gottesdienst kam sie freudestrahlend auf mich zu und überreichte mir drei Muscheln, die sie anlässlich eines Ferienaufenthaltes in Kuba gesammelt und als Andenken mitgenommen hatte. Damit wurde durch diese tiefe Geste der Liebe eines Kindes ein besonderes Zeichen für unsere Geschwister in Kuba gesetzt. Wie schön, dass Apostel Rolf Camenzind über dieses Wochenende auf Kuba weilt und dort mit den Geschwistern stärkende Gemeinschaft in Gottesdiensten und weiteren Begegnungen haben kann. Es braucht unsere Gebete!