Die Neuapostolische Kirche Schweiz

Reisenotizen

Woche 43 / 2019
29.10.2019 / Zürich / Schweiz
Ausnahmsweise beginnen die Reisenotizen am Sonntag. Wir erlebten den Gottesdienst zusammen mit der Gemeinde Oberwinterthur, wo ich mit grosser Bewegung meiner Enkelin die beiden Sakramente der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung spenden durfte. Entsprechend waren auch die Empfindungen der Seele ganz tief.

Am Dienstag fand unter anderem das Mittagsgebet in der Verwaltung statt. Zu diesem schönen Erleben waren dieses Mal auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schreibpools und des Fahrdienstes eingeladen. Dadurch konnte die Dankbarkeit für diese Liebesdienste zum Ausdruck gebracht werden.

Der Mittwochabend führte mich in die Innerschweiz. Seit einigen Monaten stand der Besuch in der Gemeinde Immensee auf dem Programm. In der herzlichen und warmen Gemeinde bringen sich die Geschwister vielfältig ein. Besonders glücklich machte mich auch diesmal der Einsatz von Jugendlichen bei der Begrüssung und den vielfältigen Aufgaben rund um und im Gottesdienst. Schon im Ämterzimmer lag eine Rose als ein besonderes Zeichen der Verbundenheit auf der Bibel. Dasselbe wiederholte sich auf der Altarbibel. Es sind kleine, aber besonders berührende und ausdrucksstarke Zeichen. In diesem Gottesdienst wurde ein bewährter Priester zur Ruhe gesetzt. Der zuständige Bischof Wihler war ebenfalls bei uns, was Freude bewirkte. Begeisterung löste auch der liebevoll hergerichtete Altarschmuck aus, sowie die Vorträge des Chores zur Ehre Gottes.

Während der Heimreise zeigte das Thermometer infolge eines starken Föhnsturm Temperaturen bis 24 Grad an, was eine "Schaukelfahrt" über abgebrochene Äste bewirkte.

Irgendwie hatte ich ein spezielles Gefühl, als ich mich am Donnerstagabend bereits um 17:20 Uhr auf den Weg nach Rheinfelden machte. Dieses Empfinden erwies sich in der Folge als richtig. Normalerweise braucht man für die Fahrt eine Stunde weniger. Doch es reichte trotz Staus, zur richtigen Zeit auf dem Kirchenparkplatz in Rheinfelden vorzufahren. Dort wartete eine Überraschung auf mich. Apostel Burren stieg eben aus seinem Auto. Er war ausser Programm nach Rheinfelden gekommen. Für mich und alle Geschwister der Gemeinden Liestal und Rheinfelden eine grosse Freude.

In diesem Gottesdienst konnte ein kleiner Junge die Gabe des Heiligen Geistes empfangen und ein Priester wurde ordiniert. Das Spezielle daran war, dass der Vater des Kindleins das Priesteramt empfing und somit gleich zwei Mal vor dem Altar stand. Einmal mehr erlebten wir berührende Augenblicke, die man nicht beschreiben kann. Der Chordirigent hat mit seiner Liederwahl in besonderer Weise den Gottesdienstinhalt unterstrichen.

Am Wochenende führte die Bahnreise nach Genève, wo ein besonderer Festsonntag mit einigen Handlungen vorgesehen war. Auf der Altarbibel war – wie bereits am Mittwoch in Immensee – eine Rose aufgelegt. Es sind schöne Verbindungen, die das Wirken des Heiligen Geistes in ihren vielen Facetten zeigen. Das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen bildete den Auftakt für eine Reihe von Segenshandlungen. Nach der Ruhesetzung des bewährten und beliebten Bezirksevangelisten Denis Muller und eines treuen Diakons wurden vier Gemeindevorsteher von ihrem Auftrag entlastet und vier neue Gemeindevorsteher gesetzt. Dem Bezirk wurde zudem in der Ernennungshandlung ein Stellvertreter für den Bezirksvorsteher geschenkt. Zusätzlich zur Gemeinde Genève waren die Gemeinden Annecy, Thonon-les-Bains, Nyon, Versoix und Rolle eingeladen.

Apostel Deubel und Bischof Engelmann sowie viele weitere Amtsträger begleiteten mich zu diesem besonderen Erleben. Wie stets war es für mich ein Geschenk, die vielen treuen Geschwister begrüssen zu dürfen. Alles ist Reichtum in Christus.

Nach dem Gottesdienst konnte bei einem Aperitif die Gemeinschaft gepflegt werden. Das wunderschöne Wetter bot Gelegenheit, draussen vor der Kirche zu verweilen. Etwas müde, aber rundum glücklich, bestiegen wir am frühen Nachmittag den Zug heimwärts.